Newsletter zur Nationalen Demenzstrategie

1. Ausgabe 2026

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Liebe Leser*innen,

2026 befinden wir uns auf der Zielgeraden mit der Nationalen Demenzstrategie. Das offiziell letzte Jahr der Umsetzung der Maßnahmen ist angebrochen und wir sind gespannt, was das Jahr bringen wird!

Gleich zum Start dürfen wir das Motto des wichtigsten Aktionstages – des Welt-Alzheimertages am 21. September 2026 – verraten: „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie unten. Außerdem gibt es neue Materialien für demenzsensible Chöre und zum Schutz pflegebedürftiger Menschen vor finanziellem Missbrauch, eine Studie zur geschlechtsspezifischen Prävention gegen kognitiven Abbau und Demenz – passend zum Vorstoß des Bundesgesundheitsministeriums zur Förderung von Frauengesundheit – sowie vielfältige Veranstaltungshinweise in Deutschland und Europa.

Sie erreichen uns wie immer über unser Geschäftsstellenpostfach nds@dza.de oder Sie folgen uns bei LinkedIn und Bluesky.

Viele Grüße
Ihr Team der Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie

 

Inhalt

Sensibilisierung & Aufklärung

Welt‑Alzheimertag 2026: „Demenz – (k)eine Frage des Alters“

Sei es eine Freundin, die an Frontotemporaler Demenz erkrankt, der Vater und Großvater, der eine Alzheimer-Erkrankung entwickelt, oder der Nachbar, der um Unterstützung bei der häuslichen Pflege seiner an Demenz erkrankten Ehefrau bittet: Mit Demenz kommen Menschen in jedem Alter in Kontakt. Darauf macht die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. (DAlzG) mit dem Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages "Demenz – (k)eine Frage des Alters" aufmerksam. Auch in diesem Jahr finden in der Woche der Demenz, die mit dem Welt-Alzheimertag am 21. September startet, zahlreiche Veranstaltungen wie Vorträge, Gottesdienste, Ausstellungen und Austauschformate statt, um Verständnis für die Lebensrealitäten von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu fördern.
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Kostenfreie Schulungsmaterialien zu Demenz für Chöre und Ensembles

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e. V. (BMCO) hat gemeinsam mit der Initiative Demenz Partner der DAlzG neue kostenfreie Schulungsmaterialien speziell für Chöre und Instrumentalensembles veröffentlicht. Im Rahmen des Förderprogramms "Länger fit durch Musik!" hat der BMCO in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und dem Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg einen knapp zweistündigen Kompaktkurs mit dem Schwerpunkt „Musizieren in Chören und Instrumentalensembles“ entwickelt. Die Schulung basiert auf Materialien der Demenz Partner-Schulungen und sensibilisiert Menschen für den Umgang mit der Krankheit. Sie vermittelt niedrigschwellig Wissen über Demenz und spezifische Strategien, wie Chöre und Instrumentalensembles Betroffene aktiv einbinden oder demenzsensible Formate initiieren können.
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Alltag mit Lewy‑Körperchen‑Demenz

Die DAlzG bietet mit dem Informationsblatt "Lewy-Körperchen-Demenz: Herausforderungen im Alltag und wie man ihnen begegnen kann" praxisnahe Hinweise zum Leben mit der Erkrankung. Das Infoblatt erklärt, wie sich typische Symptome im Alltag zeigen, und gibt konkrete Tipps, etwa im Umgang mit Wahrnehmungsveränderungen, Schlafstörungen, Kreislaufproblemen und Inkontinenz, um die Lebensqualität zu verbessern und sicher durch den Alltag zu kommen.
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Pflegende Angehörige

Finanzielle Ausbeutung: Risiko und Stress in der häuslichen Pflege

Eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigt, dass viele pflegebedürftige Menschen in alltäglichen Finanzangelegenheiten Unterstützung brauchen. Das erschwert nicht nur die Balance zwischen Schutz und Selbstbestimmung; es erhöht auch das Risiko finanzieller Ausbeutung der Pflegebedürftigen, zumal wenn es sich um Menschen mit Demenz handelt. So berichten 37 Prozent der bundesweit 1.000 befragten pflegenden Angehörigen von mindestens einem entsprechenden Fall von versuchtem oder vollendetem Betrug oder Trickdiebstahl durch außenstehende Dritte zum Nachteil der pflegebedürftigen Person. Das Thema sollte weiter beforscht und mit Daten unterlegt werden, so das ZQP. Die Studienergebnisse unterstreichen außerdem den Bedarf an Sensibilisierung und Unterstützungsangeboten für Angehörige und Pflegende.
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Einblicke in die Pflegeerfahrungen türkeistämmiger Angehöriger von Menschen mit Demenz

Eine qualitative Analyse von Forschenden der Universität Witten/Herdecke von 123 Social-Media-Beiträgen türkeistämmiger pflegender Angehöriger zeigt: Die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz ist geprägt von psychischer und physischer Belastung, Kritik am Gesundheitssystem und vielfältigen Pflegemotiven. Soziale Medien bieten den Pflegenden Austausch und Unterstützung, während strukturelle Defizite, fehlende kultursensible Angebote und bürokratische Hürden die Situation erschweren. Kulturell verankerte Familienverantwortung wirkt zugleich als Ressource und Belastung. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit von diversitätssensiblen Unterstützungsangeboten und strukturellen Verbesserungen.
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Medizinische Versorgung und Pflege

Neues digitales Präventionsangebot "Sundi" stärkt Gesundheitskompetenz ab 55

Sundi ist ein kostenfreies digitales Angebot für Menschen ab 55 Jahren. Es wurde vom Bosch Health Campus, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Karolinska-Institut in Stockholm entwickelt. Auf der Plattform finden Interessierte leicht verständliche Tipps zur Gesundheitsvorsorge, zum Beispiel zu Risikofaktoren für Demenz wie Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein KI-gestützter Assistent bereitet diese Informationen auf und formuliert persönliche Gesundheitsempfehlungen – wahlweise in rund 80 Sprachen. Nutzer*innen können eigene Gesundheitsziele festlegen und verfolgen, wie sich diese im Alltag umsetzen lassen.
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Geschlechtsspezifische Prävention gegen kognitiven Abbau und Demenz beleuchtet

Im vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt "Geschlechterspezifische Ausrichtung von Präventionsmaßnahmen gegen kognitiven Abbau und Demenz im Alter – Aktuelle Evidenz, förderliche und hinderliche Implementierungsfaktoren" (GEPDEM) wurde untersucht, wie Maßnahmen zur Demenzprävention wirken und welche Faktoren deren Umsetzung erleichtern oder erschweren. Die Ergebnisse zeigen: Frauen profitieren besonders von einer Verringerung depressiver Symptome, während Männer vor allem beim Renteneintritt für Lebensstiländerungen empfänglich sind. Soziale Aspekte spielen für alle eine zentrale Rolle. International wird die geschlechtsspezifische Ausrichtung präventiver Interventionen jedoch bislang kaum berücksichtigt, für die Forscher*innen der Universität Leipzig ein klarer Hinweis auf den Forschungsbedarf in diesem Bereich.
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Neue S3‑Leitlinie GeriPAIN für Schmerzmanagement bei älteren Menschen

Die erste nationale und internationale S3‑Leitlinie "Schmerzmanagement bei Geriatrischen Patient*innen in allen Versorgungssettings" (GeriPAIN) ist veröffentlicht worden. Sie bietet erstmals eine evidenzbasierte Orientierung für die Schmerzerfassung und -therapie bei geriatrischen Patient*innen über ambulante, akutstationäre und langzeitstationäre Versorgung hinweg. Besonderer Fokus liegt auf der Erkennung von Schmerzen auch bei Menschen mit Demenz sowie auf regelmäßigen Medikamentenchecks und interprofessioneller Zusammenarbeit. Die Leitlinie wurde vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert und von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft erarbeitet.
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Grüne fordern Pflege‑Deckel von 1.000 Euro

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen drängt auf die Einführung eines verbindlichen Kostendeckels von 1.000 Euro für stationäre Pflege‑Eigenanteile. Hintergrund sind stark steigende Pflegekosten, die für viele Pflegebedürftige zunehmend untragbar werden. Zugleich sollen die Einnahmen der Pflegeversicherung über eine Bürgerversicherung breiter verteilt und zusätzliche Steuermittel zur Finanzierung etwa von Pflegeausbildung und Angehörigenpflege eingesetzt werden. Ziel ist ein bezahlbares und solidarisches Pflegesystem.
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Wichtiger Meilenstein für bundesweiten Versorgungspfad bei Alzheimer‑Demenz erreicht

Wissenschaftler*innen des IGES Instituts und der Goethe‑Universität Frankfurt haben einen umfassenden Rapid Review zur Studienlage bei Alzheimer‑Demenz vorgelegt. Die Analyse von mehr als 400 Studien zu Ursachen, Prävention, Diagnostik, Therapie sowie Versorgungs‑ und Unterstützungsangeboten dient als Grundlage für einen bundesweiten ambulant umsetzbaren Versorgungspfad, der bis Ende 2027 im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums und im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie entwickelt werden soll. Ziel ist es, sektorenübergreifend die Versorgung zu verbessern, die Zusammenarbeit zwischen Haus‑ und Fachärzt*innen, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen und weiteren Akteur*innen zu stärken und die Navigation im Gesundheitssystem für Betroffene und Angehörige zu erleichtern.
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Neue S3‑Leitlinie "Delir im höheren Lebensalter" veröffentlicht

Die neue S3-Leitlinie "Delir im höheren Lebensalter" wurde bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) veröffentlicht. Koordiniert von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und ‑psychotherapie (DGGPP) entstand die Leitlinie in Zusammenarbeit mit über 30 Fachgesellschaften und Berufsverbänden und umfasst Langfassung, Kurzfassung sowie eine Patientenleitlinie. Erstmals definiert sie 69 evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen für alle Versorgungsbereiche und legt sektorenübergreifende Standards für Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Deliren bei hochbetagten Patient*innen fest.
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Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Weiterentwicklung und nachhaltigen Finanzierung der Pflege

Der Anstieg pflegebedürftiger Menschen in Deutschland – sowohl in der Zahl als auch bezüglich der Pflegedauer – wird in den nächsten Jahren über das bisher erwartete Maß hinausgehen. Um Pflegeengpässen, wie es sie in manchen Regionen bereits gibt, entgegenzuwirken, hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und wesentlichen Reformen ausgesprochen. Sie richten sich insbesondere an Bundes- und Landesgesetzgeber sowie an Kommunen, Anbieter von Pflegeleistungen, Wohlfahrts-, Sozial- und Fachverbände, Pflegekassen, Interessensvertretungen von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.
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Forschung zu Demenz und Hirngesundheit

Zum Start ins neue Jahr – gute Vorsätze für die Hirngesundheit!

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) weist zum Jahreswechsel auf zentrale gesundheitsfördernde Verhaltensweisen hin, die auch für die Prävention von Demenz relevant sind. Zu den maßgeblichen Faktoren zählen insbesondere regelmäßige körperliche Aktivität, der Verzicht auf Rauchen, ein reduzierter Alkoholkonsum sowie ein bewusster Umgang mit Medien. Diese Faktoren beeinflussen nachweislich die kardiovaskuläre Gesundheit und die Hirnfunktion – beides zentrale Faktoren des Demenzrisikos.
Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hebt hervor, dass insbesondere Bewegung einen starken schützenden Effekt auf die Hirngesundheit hat. Weitere Daten aus einer in Nature Medicine veröffentlichten Langzeitstudie belegen, dass bereits moderate tägliche körperliche Aktivität mit einem deutlich langsameren kognitiven Abbau einhergeht.
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Studie beziffert großes Potenzial zur Demenzprävention

Eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Harvard Medical School zeigt: Etwa 36 Prozent aller Demenzerkrankungen in Deutschland lassen sich auf veränderbare Risikofaktoren wie beispielsweise Bluthochdruck, Schwerhörigkeit, niedriges Bildungsniveau, körperliche Inaktivität und Depressionen zurückführen und wären durch gezielte Prävention vermeidbar oder hinauszuzögern. Schon moderate Reduktionen dieser Risiken könnten bis 2050 Hunderttausende Fälle verhindern. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Präventionsmaßnahmen nicht nur Lebensstil adressieren, sondern auch medizinische Versorgung und soziale Rahmenbedingungen stärker berücksichtigen sollten.
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Leibniz-Institut macht umfassende Daten zur Alternsforschung zugänglich

Die umfassenden Daten der Berliner Altersstudie (BASE) stehen ab sofort über das Forschungsdatenzentrum des Leibniz-Instituts für Psychologie (ZPID) Forschenden offen zur Verfügung. Die Berliner Altersstudie wurde vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit medizinischen, psychologischen, psychiatrischen und sozialwissenschaftlichen Partnerinstitutionen durchgeführt. Durch die Standardisierung und Bereitstellung der Daten älterer Berliner*innen im Alter zwischen 70 und über 100 Jahren eröffnen sich auch im Bereich Demenz neue Forschungsmöglichkeiten: So könnten beispielsweise Zusammenhänge von Zahngesundheit und kognitiver Leistungsfähigkeit oder zwischen verschiedenen Aspekten der sozialen Teilhabe und Demenz untersucht werden.
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Politik für Menschen mit Demenz

Politiken für Menschen mit Demenz in OECD‑Ländern

Die OECD Health Working Paper‑Studie "Policies for people with dementia across OECD countries" gibt einen Überblick über nationale Demenzstrategien in 30 OECD‑Mitgliedstaaten. Demnach setzen viele Länder stärker auf Prävention durch modifizierbare Risikofaktoren, frühe Diagnosen und nicht‑pharmakologische Interventionen. Nationale Pläne adressieren zunehmend Aufklärung, Verbesserung der Diagnostik, Unterstützung für pflegende Angehörige sowie koordinierte und inklusivere Versorgungswege. Trotz Fortschritten bestehen weiterhin Herausforderungen bei Diagnoseraten, Datenqualität und Umsetzung praxisnaher Unterstützungsangebote. Auch die Nationale Demenzstrategie Deutschlands wird mehrfach positiv erwähnt. Darüber hinaus wird erwartet, dass Deutschland innerhalb der kommenden Jahre eine Neuauflage der Demenzstrategie veröffentlicht.
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Altenhilfe‑ und Pflegestrukturen lokal besser vernetzen

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. hat Empfehlungen vorgelegt, wie Altenhilfe und Pflege stärker miteinander verzahnt werden können, um eine integrierte Senior*innenpolitik in den Kommunen zu ermöglichen. Ziel ist es, Selbstbestimmung, Teilhabe, Prävention und bedarfsgerechte Unterstützung im Alter zu stärken. Gefordert werden u. a. flächendeckende Planungsgrundlagen, neue Netzwerkstrukturen inklusive Care Management, die Stärkung zivilgesellschaftlicher Verantwortung sowie der Ausbau dezentraler, integrierter und präventiver Beratungsangebote. Insbesondere funktionierende Netzwerkstrukturen und flächendeckende Beratungsangebote könnten Menschen mit Demenz das Leben erleichtern. Die Empfehlungen richten sich vor allem an Kommunen, Pflege‑ und Krankenkassen sowie Bund und Länder, um rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen zu verbessern.
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Ergebnisse des "Zukunftspakt Pflege" vorgestellt

Im Dezember 2025 haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Vertreter*innen der Länder die Ergebnisse der Bund‑Länder‑Arbeitsgruppe "Zukunftspakt Pflege" als Grundlage für eine Gesetzgebung im Jahrpräsentiert. Die Arbeitsgruppe hat eine Roadmap mit unterschiedlichen Optionen für eine nachhaltige Struktur‑ und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung vorgelegt, die künftig eine stabile, bürgernahe Versorgung pflegebedürftiger Menschen sichern soll. Zentrale Inhalte sind die Stärkung von Prävention und Aufklärung, der gezieltere Einsatz finanzieller Mittel, die bessere Zugänglichkeit von Leistungen sowie fachliche Eckpunkte zur Reform der Pflegeversicherung. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen könnten unter anderem von regelmäßigen Gesundheits-Check-ups zur Erkennung individueller Risikofaktoren oder Notfallbudgets für die Pflege zur Randzeiten profitieren.
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Mitmachen

13. Demenz‑Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft angekündigt

Der 13. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) steht unter dem Motto "Zusammen Zukunft gestalten" und findet am 15. und 16. Oktober 2026 in der Messe Magdeburg statt. Menschen mit Demenz, Angehörige, Fachkräfte aus Beratung, Pflege, Therapie, Medizin und Wissenschaft sowie Interessierte sind eingeladen, an Vorträgen, Workshops und Diskussionen teilzunehmen, um Ideen für eine gemeinschaftliche Zukunft mit und für Menschen mit Demenz zu entwickeln.
Gleichzeitig läuft der Call for Abstracts: Noch bis zum 15. März 2026 können Interessierte ihre Beiträge zum Programm einreichen.
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Vorsorge und Früherkennung – Chancen für die Gesundheit

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) ruft zur Teilnahme an einer Umfrage zu Versorgungsangeboten auf. Die Umfrage ist Teil des Projekts „Vorsorge und Früherkennung – Chancen für die Gesundheit“, das darauf abzielt, Menschen für die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen und frühzeitiger Krankheitserkennung zu sensibilisieren. Obwohl gesetzlich Versicherte in Deutschland Anspruch auf regelmäßige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen haben, werden diese oft nicht wahrgenommen. Im Rahmen des Projekts werden deshalb Informationsveranstaltungen und zielgruppenspezifische Materialien entwickelt, um bestehende Barrieren abzubauen und die Angebote bekannter zu machen.
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Brain Health School Challenge 2026 motiviert Schulklassen zur Hirngesundheit

"Was kannst du tun, damit dein Gehirn fit bleibt?" Mit dieser Frage rufen die Hirnstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie Schulklassen dazu auf, aktiv auf ihre Hirngesundheit zu achten und andere dafür zu sensibilisieren. Die "Brain Health School Challenge 2026" wurde von der Europäischen Akademie für Neurologie im Zuge ihrer „Brain Health Mission“ gestartet. Die Challenge lädt Schulklassen aller Altersstufen ein, kreative Projekte zur Gehirngesundheit zu entwickeln und einzureichen. Schüler*innen können z. B. Poster, Videos oder Songs gestalten, die zeigen, wie wichtig ein gesundes Gehirn ist und was junge Menschen dafür tun können. Die besten Arbeiten werden mit Klassenpreisen von bis zu 500 Euro ausgezeichnet, Einsendeschluss ist der 30. April 2026. Die Preisverleihung findet am 13. Juni 2026 in Berlin statt.
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Bayerischer Demenzpreis 2026 ausgeschrieben

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention vergibt auch 2026 den Bayerischen Demenzpreis mit einem Preisgeld von bis zu 5.000 Euro. Gesucht werden innovative Pflegeprojekte, die den gesellschaftlichen Umgang mit Demenz stärken, die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen verbessern oder die Teilhabe am sozialen Leben erhöhen. Zum Wettbewerb aufgefordert sind Träger von Projekten wie Kommunen, Schulen, Vereine, Verbände, Organisationen und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie Unternehmen. Wichtig: Die Projekte müssen in Bayern entwickelt worden sein und zudem zum Zeitpunkt der Bewerbung dort seit mindestens sechs Monaten erfolgreich umgesetzt werden.
Bewerbungen sind bis 31. März 2026 möglich, die Preisverleihung findet am 13. Oktober 2026 in München statt. Es werden bis zu drei Geldpreise und weitere Anerkennungen vergeben.
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Cäcilia‑Schwarz‑Förderpreis 2026 für Innovation in der Altenhilfe

Der Cäcilia‑Schwarz‑Förderpreis des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen, die mit einer Masterarbeit, Dissertation oder vergleichbaren wissenschaftlichen Arbeit innovative Erkenntnisse für die Altenhilfe gewonnen haben, die zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen beitragen. Die Auszeichnung steht 2026 unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Karin Prien und ist mit bis zu 10.000 Euro dotiert. Bewerbungen sind bis 31. März 2026 möglich.
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Sehen, Hören, Lesen

Webinar zu Diagnostik-Empfehlungen der Swiss Memory Clinics abrufbar

Das Webinar "Demenzerkrankungen diagnostizieren – Empfehlungen der Swiss Memory Clinics", das Alzheimer Schweiz im Auftrag der Nationalen Plattform Demenz durchgeführt hat, ist jetzt als Stream verfügbar. Dr. med. Rafael Meyer und Prof. Dr. Julius Popp erläutern darin, warum eine sorgfältige Diagnostik die Grundlage für eine frühzeitige und individuelle Beratung, Behandlung und Betreuung von Menschen mit Demenz ist. Zudem gehen sie auf die geschlechtsspezifische Diagnostik ein, die zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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Podcast beleuchtet positive Aspekte von Musik für Menschen mit Demenz

In der Desideria‑Podcastfolge "Wie kann Musik bei Demenz helfen?" spricht Host Peggy Elfmann mit Dr. Sarah Straub, Neuropsychologin und Musikerin, über die Kraft von Musik für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Erläutert wird, wie Musik Verbindungen und Nähe schaffen, Erinnerungen wecken und herausfordernde Alltagssituationen entschärfen kann. Zugleich geben die Gespräche praktische Anregungen zur Integration von Musik im Pflegealltag, erklären die Rolle von Musiktherapie und beleuchten, warum Musizieren sogar zur Prävention beitragen kann.
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Kompakt zusammengefasst: 14 Thesen zur Pflegeversicherung

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat eine aktualisierte, kompakte Version des Strategiepapiers "Reset Pflegeversicherung – Strukturreform Pflege und Teilhabe III" vorgelegt. Die Autor*innen (Nadine-Michèle Szepan, Prof. Dr. Thomas Klie, Michael Ranft) erarbeiten darin auf Grundlage der 14 Thesen des Strategiepapiers aus dem Herbst 2025 und den Ergebnissen aus den regelmäßigen Berliner "Pflegefrühstücken" für Politik, Wissenschaft und Praxis eine kompakte, politische Zusammenfassung mit übersichtlichem Maßnahmenpaket für eine zukunftsfeste, grundlegende Reform der Pflege und der Pflegefinanzierung.
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Wir gratulieren!

25 Jahre Hans und Ilse Breuer-Stiftung – Engagement für Menschen mit Demenz

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens blickt die Hans und Ilse Breuer-Stiftung auf ein Engagement zurück, das früh Versorgungspraxis und Forschung zu Demenz miteinander verbunden hat. Seit 2000 fördert die Stiftung sowohl alltagsnahe Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen als auch exzellente wissenschaftliche Forschung zu Ursachen und Therapieansätzen. Für die kommenden Jahre will die Stiftung verstärkt auf interdisziplinäre Vernetzung und die Verbindung von Grundlagen- und Versorgungsforschung mit niedrigschwelligen Angeboten setzen, um Teilhabe, Lebensqualität und gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit Demenz weiter zu stärken.
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Über den Tellerrand

Bundesweiter Aktionstag "Zusammenhalt in Vielfalt"

Die Initiative kulturelle Integration (IKI), ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religionsgemeinschaften, Medien, Sozialpartnern, Politik und Verwaltung, ruft erstmals zum bundesweiten Aktionstag "Zusammenhalt in Vielfalt" auf. Er findet am 21. Mai 2026, dem UNESCO‑Welttag der kulturellen Vielfalt, statt und lädt dazu ein, mit lokalen Aktionen wie Konzerten, Diskussionsrunden oder kreativen Beiträgen ein Zeichen für Respekt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen. Alle Interessierten können eigene Veranstaltungen anmelden und Teil des bundesweiten Engagements werden.
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EU‑Kommission will Prävention gegen Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen verstärken

Die EU-Kommission möchte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Europa reduzieren. Diese sind nach wie vor die häufigste Todesursache in der EU. Zu diesem Zweck soll die Prävention deutlich ausgeweitet werden. Geplant sind schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Rauchen und ungesunde Ernährung, etwa durch eine Überarbeitung der EU-Tabakgesetzgebung und einen stärkeren Schutz von Kindern vor schädlicher Werbung. Das Ziel besteht darin, den Tabakkonsum bei Erwachsenen bis 2040 auf unter fünf Prozent zu reduzieren. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Aufklärung über hochverarbeitete, ungesunde Lebensmittel sowie die Empfehlung einer Zuckersteuer.
Weiterlesen (Sie können nach kostenfreier Anmeldung  auf die Publikation zugreifen.) 

Bewegung, Sport und Einkommen – deutliche Unterschiede bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte

Eine Analyse mit Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) zeigt: Zwar erreichen etwa drei Viertel der Menschen ab 43 Jahren die WHO‑Empfehlung für körperliche Aktivität im Alltag (u. a. Wege, Beruf, Hausarbeit), doch nur etwa die Hälfte treibt regelmäßig Sport. Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede zwischen Einkommensgruppen: Personen mit höherem Einkommen sind deutlich häufiger sportlich aktiv als armutsgefährdete Personen, bei denen regelmäßiger Sport seltener vorkommt. Dies legt nahe, dass gesundheitspolitische Maßnahmen zur Förderung von Freizeit‑Sport insbesondere einkommensschwächere Gruppen gezielter adressieren sollten.
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HOPAN‑Empfehlungen zur Netzwerkarbeit in Hospiz‑ und Palliativversorgung

Die HOPAN-Studie ("Bestandserhebung und Analyse regionaler Hospiz- und Palliativnetzwerke") hat über drei Jahre regionale Hospiz- und Palliativnetzwerke in Deutschland untersucht. Nun wurden die finalen Empfehlungen zur Netzwerkarbeit in einer Broschüre veröffentlicht. Die Empfehlungen sollen etablierte und im Aufbau befindliche Netzwerke dabei unterstützen, ihre Strukturen, Arbeitsweisen und Kooperationen in der Netzwerkarbeit weiterzuentwickeln, beispielsweise durch die gezielte Kontaktaufnahme von Demenzberatungen. Die Broschüre ist in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und der Bundesärztekammer entstanden und richtet sich vorwiegend an Leitungspersonen und Koordinator*innen von regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerken. Die HOPAN-Studie wurde vom Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gefördert und vom Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover umgesetzt.
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Internationale Meldungen

  • EMA lehnt Zulassung von Blarcamesin ab
    Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human use (CHMP)) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Marktzulassung des Medikaments Blarcamesin zur Behandlung von frühen Alzheimer-Erkrankungen abgelehnt. Dies ist auf unzureichende Nachweise für einen klinisch relevanten Nutzen sowie begrenzte Daten zur Sicherheit des Medikaments zurückzuführen. In der zugrunde liegenden Phase-2b/3-Studie zeigte sich zwar eine Verlangsamung der kognitiven Verschlechterung; Verbesserungen der Alltagsfunktion konnten jedoch nicht belegt werden. Alzheimer Europe betont die anhaltende Notwendigkeit für wirksame Therapieoptionen und begrüßt die Fortsetzung der Forschungsmaßnahmen.
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  • Orales Semaglutid hält Morbus Alzheimer in Phase-3-Studien nicht auf
    In zwei großen Phase-3-Studien (evoke und evoke+) konnte die tägliche orale Einnahme des GLP-1-Agonisten Semaglutid (ein körpereigenes Hormon) das Fortschreiten von Morbus Alzheimer bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder milder Demenz nicht verlangsamen. Zwar zeigten sich zum Teil Verbesserungen bei krankheitsspezifischen Biomarkern, doch reichten diese Effekte nicht aus, um den klinischen Verlauf der Alzheimer-Erkrankung maßgeblich zu beeinflussen. Als Folge hat der Hersteller Novo Nordisk den Abbruch der Studien bekannt gegeben. Detaillierte Daten sollen auf Fachkonferenzen präsentiert werden.
    Weiterlesen (Sie können nach kostenfreier Anmeldung  auf die Publikation zugreifen.)

  • Alzheimer Europe
    Neues Jahrbuch 2025 zu Mobilität und Teilhabe für Menschen mit Demenz
    Im Dezember 2025 hat Alzheimer Europe das "Dementia in Europe Yearbook 2025" veröffentlicht. Der Bericht präsentiert europaweite Programme und Ressourcen, die Menschen mit Demenz sowie ihren Angehörigen den Zugang zu Mobilität, kulturellem Leben, Freizeit und Sport erleichtern. Diese Aspekte sind von zentraler Bedeutung für die soziale Teilhabe und aktive Gemeinschaftsbindung. Das Jahrbuch erläutert zudem die übergeordneten europäischen und internationalen Rahmenwerke wie die EU-Grundrechtecharta, die UN-Behindertenrechtskonvention und die Europäische Säule sozialer Rechte. Im Anschluss wird detailliert dargestellt, wie die einzelnen europäischen Länder diese Bereiche durch nationale Strategien und Maßnahmen konkret ausgestalten.
    Alex Kornhuber gewinnt Alzheimer Europe Anti‑Stigma Award 2025
    Der Anti-Stigma-Award 2025 von Alzheimer Europe ging an den irischen Fotografen Alex Kornhuber für das Projekt "Keepsake Chronicles". In Zusammenarbeit mit der Dichterin Cathy Fowley und der Pflegefachkraft Kate Irving verbindet das Projekt Fotografie und Lyrik, um Menschen mit Demenz dabei zu unterstützen, ihre Lebensgeschichten sichtbar zu machen und ihre Identität über die Diagnose hinaus zu stärken. Den zweiten Preis erhielt Desideria Care e. V. aus Deutschland für die Open-Air-Ausstellung "Demenz neu sehen" in der durch Geschichten von Menschen mit Demenz im öffentlichen Raum Empathie und Dialog gefördert wird. Den dritten Preis gewann der ungarische Fotograf Bálint Szajki für seine fotografische Arbeit über ein langjähriges Ehepaar mit Demenz. Der Preis würdigt künstlerische Arbeiten, die zu einem differenzierten, entstigmatisierenden Bild von Demenz beitragen und gesellschaftlichen Dialog fördern.

Neue wissenschaftliche Publikationen

Risiken von Demenzerkrankungen reduzieren

  • Physical Activity Over the Adult Life Course and Risk of Dementia in the Framingham Heart Study
    (Francesca R. Marino, Chenglin Lyu, Yuqing Li et al., 2025)
    Eine neue Auswertung der Framingham Heart Study (Langzeit-Bevölkerungsstudie zur Herz-Kreislauf-Gesundheit in den USA) zeigt: Regelmäßige körperliche Aktivität in der Lebensmitte und im höheren Alter senkt das Risiko für Demenz deutlich. Personen mit den höchsten Aktivitätsniveaus hatten rund 41 bis 45 Prozent geringere Erkrankungsraten als wenig aktive Vergleichsgruppen. Für körperliche Aktivität im frühen Erwachsenenalter fand sich dagegen kein Zusammenhang mit dem späteren Demenzrisiko. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Bewegungsförderung insbesondere ab der Lebensmitte ein wichtiger Ansatz zur Prävention von Demenz ist.
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  • Continuous Glucose Monitoring in Insulin-Treated Older Adults With Diabetes and Alzheimer Disease and Related Dementias
    (Kotecha et al., 2025)
    Eine US-amerikanische Kohortenstudie auf Basis von Medicare-Daten zeigt, dass der Einsatz kontinuierlicher Glukosemessung (CGM) bei insulinbehandelten älteren Menschen mit Alzheimer-Erkrankung bzw. verwandten Demenzen und Diabetes mit einem geringeren Risiko für Krankenhausaufenthalte und Gesamtmortalität verbunden ist als das herkömmliche Blutzucker-Selbstmonitoring. Unterschiede bei Hypoglykämien, Stürzen und Hyperglykämiekrisen fielen hingegen uneinheitlich und überwiegend nicht signifikant aus. Die Autor*innen betonen das Potenzial von CGM in dieser vulnerablen Gruppe, verweisen jedoch auf den Bedarf an pragmatischen klinischen Studien zur weiteren Bewertung von Nutzen, Sicherheit und Umsetzbarkeit in der Versorgungspraxis.
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Hospizliche und palliative Versorgung für Menschen mit Demenz

  • Measuring and monitoring the quality of dying in the UN Decade of Healthy Ageing
    (Harwood, Rowan H et al., 2025)
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt derzeit Kennzahlen zur Erfassung der Qualität des Sterbens. Diese ergänzen die Indikatoren der UN-Dekade für gesundes Altern. Ein aktueller Fachbeitrag weist jedoch auf grundlegende Herausforderungen hin: Die Vorstellungen eines "guten Todes" unterscheiden sich stark zwischen Betroffenen, Angehörigen, Krankheitsbildern sowie kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten. Zu den diskutierten Themen gehören unter anderem Fragen der Datenerhebung, der zeitlichen Perspektive, der Berücksichtigung plötzlicher Todesfälle sowie assistierten Sterbens. Ziel ist die Entwicklung eines Indikatorensets, das international anwendbar und praxistauglich und auch für Versorgungsforschung, Palliativ- und Demenzversorgung relevant ist.
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Forschung zu Prävention und Therapie der Demenz fördern

  • Frailty and prognosis of biomarker-confirmed Alzheimer’s disease: a Swedish, register-based, retrospective cohort study
    (Xia, Xin et al., 2025)
    Eine aktuelle schwedische Registerstudie mit über 7.200 Personen zeigt, dass Frailty (auch Gebrechlichkeit – geriatrisches Syndrom mit erhöhter Vulnerabilität) ein wichtiger prognostischer Faktor bei Alzheimer-Erkrankten ist. Ein hoher Frailty-Index war nicht mit schnellerer kognitiver Verschlechterung, aber deutlich mit höherem Risiko für Heimeinzug sowie erhöhter Sterblichkeit verbunden. Betroffene lebten im Durchschnitt 1,3 Jahre kürzer und verbrachten 1 Jahr weniger in der eigenen Häuslichkeit. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Frailty maßgeblich den Krankheitsverlauf und die Versorgungsperspektiven beeinflusst, unabhängig von Alzheimer-typischen Biomarkern.
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  • Menopause hormone therapy and risk of mild cognitive impairment or dementia: a systematic review and meta-analysis
    (Melville et al., 2025)
    In einer systematischen Übersichtsarbeit mit über einer Million teilnehmender Frauen haben Forscher*innen des University College London festgestellt, dass die Anwendung von Menopause-Hormonersatztherapie (MHT) keinen nachweisbaren Einfluss auf das Risiko für Demenz oder leichte kognitive Störungen hat. Die Autor*innen betonen, dass MHT nicht zur Demenzprävention eingesetzt werden sollte, sondern ausschließlich zur Behandlung menopausaler Beschwerden. Zugleich wird auf den Bedarf qualitativ hochwertiger Langzeitstudien verwiesen, insbesondere für Frauen mit vorzeitiger Ovarialinsuffizienz oder früher Menopause.
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Veranstaltungen

  • 24. Februar 2026, 10:00 Uhr bis 14:30 Uhr
    Bayernweiter Online-Fachtag Demenz "Demenz im jüngeren Lebensalter"
    Online, via Zoom
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 26. und 27. Februar 2026
    Gemeinsame Frühjahrstagung der Sektion Alter(n) und Gesellschaft der DGS und des fachübergreifenden Ausschusses (FA) Alter und Technik der DGGG in Kooperation mit dem Bayerischen Zentrum Pflege Digital (BZPD): Gesundheits- und Pflegeverläufe im höheren Lebensalter in einer sich digitalisierenden Welt
    Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Hochschule Kempten
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 3. bis 4. März 2026
    8. Konferenz Zukunft der Pflege: Digitale Transformation: smart, sicher, souverän!
    Cluster "Zukunft der Pflege", Nürnberg
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 9.März 2026
    Workshop zum Aufbau von AUA Angeboten für Menschen mit FTD
    Online
    Anmeldeschluss ist der 23. Februar 2026
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 16. und 17. März 2026
    Kongress Armut und Gesundheit 2026 - Was ist uns Chancengerechtigkeit als Gesellschaft wert?
    Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Berlin
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 17. bis 21. März 2026
    AD/PD™ 2026 International Conference on Alzheimer’s and Parkinson’s Diseases and related neurological disorders
    Kopenhagen/Dänemark, hybrid
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 23. bis 25. März 2025
    Grand Challenges Conference – Joint Research for Better Futures (unter anderem mit den Themenschwerpunkten Global Health und Social Cohesion)
    TU Berlin, Berlin
    Zur Veranstaltungs-Website
     

  • 9. April bis 11. April 2026
    Jahreskongress der ÖGGG 2026 - "Altsein war gestern, Altwerden ist morgen"
    Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Wien/Österreich
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  • 14. bis 16. April 2026
    37th Global Conference of Alzheimer’s Disease International
    Alzheimer’s Disease International, Lyon/Frankreich
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  • 21. bis 23. April 2026
    Altenpflege 2026 - Die Leitmesse der Pflegebranche
    Essen
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  • 22. April 2026
    8. Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren
    Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Köln
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  • 25. und 26. April 2026
    Musikpraxis im Fokus: Interdisziplinärer Kongress
    Lebensfreude -Teilhabe - Gemeinschaft: Musizieren für & mit Menschen mit Demenz – Perspektiven für Chöre und Instrumentalensembles
    Bundesmusikverband, Karlsruhe
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  • 28. April 2026
    Nationale Demenzkonferenz: Demenz und Diversität – Vielfalt und Chancengleichheit
    Alzheimer Schweiz, Bern/Schweiz sowie Live-Stream
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  • 8. bis 9. Juni 2026
    4. Bundeskongress "Tag der Regionen: Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten"
    Deutscher Landkreistag, Trier
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  • 5. Juli 2026 bis 8. Juli 2026
    23rd IAGG world congress of gerontology and geriatrics: "Ageing well in a globalised world"
    RAI Amsterdam, Amsterdam/Niederlande
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  • 23. bis 26. September 2026
    Jahreskongress der DGG und der DGGG
    Goethe-Universität Frankfurt am Main
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    Frist zur Einreichung der Beiträge (Deutsch oder Englisch): 13. März 2026
     

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