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Newsletter zur Nationalen Demenzstrategie - 6/26 | 20. August 2026
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Liebe Leser*innen, der Sommer hat Deutschland fest im Griff, passend dazu beschäftigen sich mehrere Meldungen unseres aktuellen Newsletters mit Hitze und Extremtemperaturen, wie diese sich aufs Gehirn – besonders von Menschen mit Demenz – auswirken, und welche Ideen und Präventionsmaßnahmen helfen können, negative Auswirkungen zu vermeiden oder zu minimieren. Auch die WHO beschäftigt sich in ihrer 2. Auflage der Guidelines "Risk reduction of cognitive decline and dementia" mit der Prävention von Demenz und nimmt unter anderem neue Risikofaktoren wie HIV und Schädel-Hirn-Trauma in den Blick. Gleichzeitig liefert die Leitlinie neue Evidenz, beispielsweise für den Nutzen von Hörgeräten zur Prävention von Demenzen. Schon bald stehen außerdem die Woche der Demenz und der Welt-Alzheimertag auf dem Kalender. Wenn Sie dazu noch die ein oder andere Veranstaltung oder Aktion – sei es online oder vor Ort – planen, lassen Sie uns das gern wissen (per E-Mail an: nds@dza.de). Wie in den letzten Jahren werden wir uns im Vorfeld der Aktionswoche mit einem Sondernewsletter zum vielfältigen Programm der Mitglieder im Netzwerk Nationale Demenzstrategie melden. Weitere Neuigkeiten zur Nationalen Demenzstrategie finden Sie immer auf unserer Website und kurz und knapp auf LinkedIn und Bluesky. Viele Grüße Ihr Team der Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie PS: Wir möchten Ihren Blick besonders auf die Rubrik "Mitmachen" lenken, denn Ihre Expertise ist in verschiedensten Umfragen und Befragungen gewünscht und hilft dabei die Forschung zu Demenz weiter voranzutreiben.
Neues aus dem Netzwerk Internationale Meldungen Neue wissenschaftliche Publikationen Veranstaltungen *****************************************************************************************************************
Musik verbindet – Vernetzungsforum "Musik und Demenz"
Die Bundesinitiative Musik & Demenz lädt gemeinsam mit dem Sächsischen Musikrat in Kooperation mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie mit dem Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen unter Federführung des Deutschen Musikrats zu einem "Vernetzungsforum Musik und Demenz" ein. Das Vernetzungsforum bringt Akteur*innen aus den Bereichen Musik, Altenhilfe, Gesundheit, Kultur und Politik zusammen, um diese Potenziale stärker zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Netzwerke, damit mehr qualifizierte musikbasierte Angebote für Menschen mit Demenz entstehen können. Das Forum findet am 20. November 2026 in Leipzig statt und bietet Raum für Austausch, Vernetzung und neue Impulse. Weiterlesen
Pflegehöfe bieten Menschen mit Demenz ein Zuhause in Natur und Gemeinschaft
Das Konzept Pflegehof verbindet Wohnen und ambulante Versorgung mit Natur, Tieren, Gemeinschaft und einem möglichst selbstbestimmten Alltag und bietet gerade Menschen mit Demenz durch überschaubare Strukturen, vertraute Tätigkeiten und Naturerfahrungen Orientierung, Sicherheit und Teilhabe. Um diesen Green-Care-Ansatz in Deutschland bekannter zu machen, wurde in einem EU-kofinanzierten Projekt gemeinsam mit dem Land Niedersachsen ein flexibel umsetzbares Pflegehof-Konzept entwickelt. Ein umfangreiches, kostenlos verfügbares Handbuch bündelt Hintergründe sowie praktische Hinweise zu Architektur, Finanzierung, Organisation und Umsetzung eigener Pflegehof-Projekte. So sollen neue Green-Care-Angebote unterstützt und der Ansatz Schritt für Schritt in Deutschland etabliert werden. Weiterlesen
Essen und Trinken bei Demenz: Praktische Tipps für den Alltag
Eine Demenzerkrankung kann das Ess- und Trinkverhalten auf vielfältige Weise verändern: Manche Menschen verlieren den Appetit oder vergessen zu trinken, andere entwickeln einen starken Appetit oder eine Vorliebe für bestimmte Lebensmittel. Auch Ablenkbarkeit beim Essen und später auftretende Kau- und Schluckstörungen können den Alltag erschweren. Die Alzheimer Forschung (AFI) Initiative gibt praktische Tipps für Angehörige, wie sich solche Herausforderungen im Alltag besser bewältigen lassen, etwa durch kleine Snacks, vertraute Lieblingsgerichte, eine ruhige Essumgebung oder geeignete Hilfsmittel. Dabei steht nicht nur eine ausgewogene Ernährung im Mittelpunkt, sondern auch die Freude am Essen und möglichst viel Selbstständigkeit. Weiterlesen
Pflege und Klimaschutz gemeinsam denken
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) startet gemeinsam mit fünf Pilotkommunen das Modellprojekt "Gemeinsam für Pflege & Planetare Gesundheit". Ziel ist es, Gesundheitsförderung und Prävention für ältere und pflegebedürftige Menschen angesichts der Folgen des Klimawandels weiterzuentwickeln. Insbesondere Hitze kann für Menschen mit Demenz ein erhöhtes gesundheitliches Risiko darstellen (siehe dazu auch "Internationale Meldungen - Extreme Temperaturen belasten Menschen mit Demenz"). Maßnahmen für klimaangepasste, gesundheitsfördernde Lebenswelten können deshalb dazu beitragen, ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihre Teilhabe zu schützen. Gemeinsam mit lokalen Akteur*innen aus Pflege, Gesundheit, Senior*innenarbeit, Politik, Umwelt und Sozialem sollen praxisnahe Maßnahmen entwickelt und erprobt werden, die sich später auch auf andere Kommunen übertragen lassen. Weiterlesen
Chancengleichheit bei Demenz
Warum Frauen häufiger von Demenz betroffen sind als Männer, lässt sich nicht allein durch die höhere Lebenserwartung erklären. Der Beitrag im Schweizer Webmagazin "auguste" zeigt, welche biologischen, gesellschaftlichen und sozioökonomischen Faktoren dabei eine Rolle spielen. Auch unterschiedliche Lebensbedingungen, die häufige Übernahme von Pflege- und Betreuungsaufgaben sowie Unterschiede bei Bildung und Einkommen können die Gesundheit beeinflussen. Gleichzeitig wird deutlich, dass geschlechtsspezifische Aspekte in Forschung, Prävention, Diagnostik und Versorgung stärker berücksichtigt werden sollten. Der Beitrag zeigt, warum Chancengleichheit bei Demenz wichtig ist und was sich dafür verändern muss. Weiterlesen
"Demenz? Gut zu wissen!" – Neuer Ratgeber der DAlzG gibt Orientierung
Was bedeutet eine Demenz-Diagnose, woran lässt sich eine beginnende Demenz erkennen und welche Unterstützung gibt es im Alltag? Die neue Broschüre "Demenz? Gut zu wissen! Verstehen, helfen, gemeinsam handeln" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) beantwortet zentrale Fragen rund um Demenzerkrankungen. Der kompakte Ratgeber vermittelt verständlich Grundlagenwissen, beschreibt mögliche Warnsignale und gibt konkrete Anregungen für das Leben mit Demenz. Auch für Angehörige bietet er hilfreiche Informationen zu Kommunikation, Entlastungsmöglichkeiten sowie rechtlichen und finanziellen Fragen. Die Broschüre ist als barrierefreies PDF und in gedruckter Form kostenlos erhältlich und kann als erster Wegweiser zu weiterführenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten dienen. Anschließend daran bietet die neue Auflage des "Leitfadens zur Pflegeversicherung" der DAlzG praktische Informationen und Orientierung rund um die Pflegeversicherung. Behandelt werden unter anderem die Antragstellung, die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst, das Widerspruchsverfahren und die verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung. Weiterlesen
RKI belegt wachsenden Pflegebedarf in Deutschland
Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland deutlich: Aktuell sind es rund 4,4 Millionen, bis 2040 könnten es bis zu 5,8 Millionen sein. Laut dem aktuellen RKI-Bulletin "Pflege in Deutschland: Pflegebedürftigkeit und Situation informell Pflegender" zählen Demenzen zu den wichtigsten Auslösern von Pflegebedürftigkeit. Deshalb ist der Erhalt kognitiver Fähigkeiten für die Prävention von großer Bedeutung. Von den Befragten des RKI-Panels gaben 10,4% an "eine pflegebedürftige oder schwer erkrankte Person zu pflegen", wobei Frauen häufiger als Männer An- und Zugehörige pflegen (12,7% vs. 7,9%). Etwa ein Drittel der Pflegenden fühlt sich stark belastet und zeigt häufiger gesundheitliche Beeinträchtigungen wie depressive Symptome oder Erschöpfung. Das RKI fordert daher mehr Prävention und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Weiterlesen
Tagespflege: Entlastung und Unterstützung
Die aktuelle Ausgabe von ProAlter widmet sich der Tagespflege und ihrer Bedeutung in der Versorgung älterer Menschen. Gerade für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen kann die Tagespflege eine wichtige Unterstützung im Alltag und zugleich eine wertvolle Entlastung für pflegende Angehörige bieten. Der Beitrag "Tagespflege – quo vadis?" beleuchtet verschiedene Aspekte der Tagespflege und zeigt, welche Möglichkeiten sie für eine bedarfsgerechte Betreuung und Unterstützung eröffnet. Weitere Beiträge beleuchten unter anderem Demenzfreizeiten aus Sicht pflegender Angehöriger und die Potentiale von KI im Pflegealltag. Weiterlesen
Pflegeberatung als Stabilitätsfaktor in belasteten Versorgungssituationen
Die Pflegeberatung der Pflegekassen wird von den Versicherten überwiegend positiv bewertet: Rund 87 % zeigen sich laut einer Evaluation des IGES-Instituts zufrieden. Gleichzeitig bestehen weiterhin Lücken bei Bekanntheit, Zugang und der Verzahnung mit Beratungsbesuchen, insbesondere wenn die häusliche Pflege durch Überlastung der Angehörigen gefährdet ist. Für Familien, in denen ein Mensch mit Demenz versorgt wird, ist eine frühzeitige und kontinuierliche Beratung besonders wichtig, da sich Unterstützungsbedarf und Belastung im Krankheitsverlauf häufig dynamisch verändern. Der GKV-Spitzenverband empfiehlt daher, bestehende Beratungsangebote stärker miteinander zu verknüpfen. Weiterlesen
Freiwillige Netzwerke sollen Unterstützung im Alter ergänzen
Mit dem Projekt "Zeitpolster" wird ein Vorsorgemodell erprobt, bei dem Freiwillige ältere oder unterstützungsbedürftige Menschen im Alltag begleiten und dafür Zeitgutschriften für einen späteren eigenen Hilfebedarf erhalten. Solche verlässlichen nachbarschaftlichen Strukturen können auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen entlasten, etwa durch Begleitung, soziale Kontakte oder Unterstützung bei alltäglichen Aktivitäten. Der PKV-Verband finanziert die fünfjährige Anschubphase des zunächst im Landkreis Recklinghausen gestarteten Projekts. Ziel ist es, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe im Alter zu fördern und professionelle sowie familiäre Unterstützungsstrukturen sinnvoll zu ergänzen. Weiterlesen
Wie Hitze das Gehirn beeinflusst
Extremtemperaturen und heißes Wetter beschäftigen auch die Forschenden am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). In einem Interview erklärt Neurowissenschaftler und Leiter der Gedächtnissprechstunde Dr. Wenzel Glanz vom DZNE, wie das Gehirn auf Hitze reagiert, warum sie unter anderem für Menschen mit Demenz eine besondere Gefahr darstellt und was man bei Hitze und Medikamenteneinnahme beachten sollte. Weiterlesen
IQWiG prüft Früherkennung von Alzheimer bei symptomlosen Menschen
Ein neuer vorläufiger ThemenCheck-Bericht des unabhängigen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht die ethischen, sozialen, rechtlichen und organisatorischen Folgen einer Alzheimer-Früherkennung bei Menschen ohne Symptome. Die Autor*innen kommen zu dem Schluss, dass einem derzeit noch unklaren Nutzen erhebliche Risiken gegenüberstehen – etwa psychische Belastungen, Stigmatisierung, mögliche Benachteiligungen sowie hohe Anforderungen an Aufklärung und selbstbestimmte Entscheidungen; eine abschließende Bewertung ist erst nach Vorliegen der parallelen Nutzenbewertung möglich. Interessierte Personen, Institutionen und Fachgesellschaften können zum vorläufigen Bericht noch bis 11. September 2026 über das Online-Verfahren des IQWiG Stellung nehmen. Weiterlesen
Neue Erkenntnisse zu Tau-Ablagerungen
Die AFI unterstützt ein Forschungsprojekt von Prof. Evgeni Ponimaskin der medizinischen Hochschule Hannover. Sein Team untersucht den Zusammenhang zwischen Serotonin-Rezeptoren und den schädlichen Tau-Ablagerungen, die bei Alzheimer zum Absterben von Nervenzellen beitragen können. Dabei wurde mit Amisulprid ein bereits zugelassener Wirkstoff identifiziert, der in ersten Untersuchungen die Tau-Ablagerungen reduzieren konnte. Nun soll eine klinische Studie zeigen, ob sich diese Ergebnisse auch bei größeren Patientengruppen bestätigen lassen. Weiterlesen
Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums
Seit dem 29. Juli 2026 ist Dr. Carsten Linnemann neuer Bundesminister für Gesundheit. Er übernimmt das Amt von Nina Warken, die zur Chefin des Bundeskanzleramts und Bundesministerin für besondere Aufgaben berufen wurde. Bei der Amtsübergabe dankte Warken den Mitarbeitenden des Ministeriums für die Zusammenarbeit und wünschte ihrem Nachfolger viel Erfolg. Linnemann betonte als zentrale Aufgabe eine verlässliche und finanzierbare Versorgung in Gesundheit und Pflege. Unterstützt wird er künftig von den Parlamentarischen Staatssekretär*innen Dr. Georg Kippels und Dr. Christiane Schenderlein. Weiterlesen
Mecklenburg-Vorpommern legt ersten Landes-Demenzplan vor
Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Landes-Demenzplan vorgestellt, der die Unterstützung, Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern soll. Der Plan umfasst zehn Handlungsfelder – von Prävention, Beratung und Wohnen über kommunale Teilhabe und demenzsensible Krankenhausversorgung bis hin zu Forschung und Monitoring. In die Entwicklung des Plans wurden auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen einbezogen. Mehr als 40.000 Menschen im Land leben bereits mit einer demenziellen Erkrankung, ihre Zahl dürfte infolge des demografischen Wandels weiter steigen. Der Demenzplan soll deshalb bestehende Strukturen besser vernetzen, Angehörige entlasten und dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz möglichst lange selbstbestimmt und würdevoll leben können. Weiterlesen
Pflegereform: Beratungs- und Entlastungsangebote unter Druck
Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) kritisiert im Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) unter anderem geplante Veränderungen bei Beratungsstrukturen und ambulanten Unterstützungsangeboten. Gerade bei der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz sind Beratungsbesuche, Schulungen für Angehörige, ambulante Pflege und Tagespflege häufig eng miteinander verzahnt und können dazu beitragen, Überforderung und Versorgungsabbrüche zu vermeiden. Der Verband warnt daher davor, etablierte Strukturen zu schwächen oder flexible Entlastungsangebote einzuschränken. Aus Sicht der Demenzversorgung stellt sich insbesondere die Frage, ob Unterstützung auch künftig verlässlich, wohnortnah und kontinuierlich verfügbar bleibt. Weiterlesen
APN-Gesetz soll noch 2026 kommen
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) treibt die Einführung eines eigenständigen Berufsbildes der Advanced Practice Nurse (APN) voran. Ein entsprechendes Gesetz soll noch im zweiten Halbjahr 2026 vorgelegt werden und auf dem geplanten Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) aufbauen. Pflegefachpersonen mit Masterabschluss sollen künftig zusätzliche heilkundliche Kompetenzen, Verordnungsrechte und eigenständige Abrechnungsmöglichkeiten erhalten. APNs könnten damit insbesondere die Versorgung chronisch kranker und pflegebedürftiger Menschen stärken, die Prävention fördern und zur Entlastung der ärztlichen Versorgung beitragen. Dies käme auch Menschen mit Demenz, die versorgt werden müssen, zugute. Noch offen sind unter anderem Fragen zur konkreten Einbindung in die Primärversorgung, zur Vergütung und zum Verhältnis zwischen APN und Community Health Nursing. Nach aktueller Planung könnten die ersten Pflegefachpersonen ab 2031 nach den neuen gesetzlichen Vorgaben als APN qualifiziert werden. Weiterlesen
Umfrage zu Geschlecht und Demenz der Forschungspartnerschaft ParGenDA
Die Forschungspartnerschaft ParGenDA der Universität Witten/Herdecke und der DAlzG möchte gemeinsam mit Menschen mit Demenz, pflegenden Angehörigen und Gesundheitsfachpersonen die zehn wichtigsten Forschungsfragen zum Thema Geschlecht und Demenz identifizieren. Dazu werden zunächst Fragen aus der Öffentlichkeit gesammelt, mit der Forschungsliteratur abgeglichen und anschließend in Umfragen und Workshops priorisiert, damit künftige Forschung stärker auf bislang übersehene und für Betroffene relevante Themen ausgerichtet werden kann. An der aktuellen Umfrage können Menschen mit Demenz, pflegende Angehörige und Gesundheitsfachpersonen teilnehmen, sie dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Die Teilnahme ist noch bis zum 21. September 2026 möglich. Hier teilnehmen
Ihre Erfahrungen sind gefragt: Europäische Befragung zu Gesundheitskompetenz
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) lädt Personen aus Behörden und Organisationen (Gesundheitsministerien, -ämter und -dienste, Forschungseinrichtungen, NGOs) zur Teilnahme an einer europäischen Online-Befragung zu Interventionen der Gesundheitskompetenz im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen und Schlaganfall ein. Die Befragung ist Teil der JADE-Health-Studie und zielt darauf ab, bestehende Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz im Zusammenhang mit Demenz, Schlaganfall und anderen neurodegenerativen Erkrankungen in Europa zu erfassen. Dabei werden Angebote für Gesundheitsfachkräfte, formelle und informelle Pflege- und Betreuungspersonen, die öffentliche Verwaltung sowie Nutzer*innen von Gesundheits- und Pflegeleistungen berücksichtigt. Die gesammelten Beispiele sollen dabei helfen, bewährte Ansätze ("Good Practices") zu identifizieren und zukünftige Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz in Europa weiterzuentwickeln. Die Umfrage ist bis zum 31. August 2026 geöffnet, die Teilnahme dauert 15 bis 20 Minuten. Hier teilnehmen
Aufruf zur Umfrageteilnahme zu Bedürfnissen, Erfahrungen und Einstellungen zu Unterstützungsangeboten
Eine weitere Umfrage im Rahmen der Studien von JADE Health richtet sich an Menschen mit Demenz und ihre Unterstützer*innen (pflegende Angehörige und Fachkräfte). Mithilfe der Antworten wollen Forschende Erkenntnisse von Menschen mit Demenz und ihren Betreuenden über deren Bedürfnisse, Erfahrungen und Einstellungen zu Unterstützungsangeboten und Hilfsmitteln gewinnen, um die Entwicklung von Versorgungsmodellen in ganz Europa voranzutreiben. Die Teilnahme ist noch bis zum 30. September möglich. Hier teilnehmen
Internationale Umfrage zur Gehirngesundheit im Rahmen von "GetBrainHealthy"
Das von der Universität Luxemburg geleitete Projekt "GetBrainHealthy" untersucht mit der mehrsprachigen Befragung "Let’s Talk Brain Health", was Menschen über Gehirngesundheit wissen, wie sie entsprechende Informationen wahrnehmen und welche Gewohnheiten ihren Alltag prägen. Die Ergebnisse sollen helfen, Wissenslücken und verbreitete Fehlannahmen zu erkennen und wirksamere, verständliche Präventionsangebote zu entwickeln – auch mit Blick auf die langfristige Verringerung des Demenzrisikos. Die Umfrage ist unter anderem auf Deutsch verfügbar, dauert etwa zehn Minuten und kann noch bis Ende August 2026 ausgefüllt werden. Hier teilnehmen
Engagement kennt kein Alter - Engagementpreis 80plus 2026
Mit dem Engagementpreis 80plus 2026 würdigt die Stiftung ProAlter Menschen, die sich auch im hohen Alter ehrenamtlich für andere und die Gesellschaft einsetzen. Ausgezeichnet werden Personen, die in diesem Jahr 80 Jahre alt werden oder bereits älter sind und sich beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe, im sozialen Bereich, in Vereinen oder für den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. Mit der Auszeichnung soll sichtbar werden, wie wertvoll und vielfältig bürgerschaftliches Engagement auch im hohen Alter ist. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben. Vorschläge können noch bis zum 11. September 2026 eingereicht werden. Weiterlesen
Innovative Ideen für die ambulante Pflege gesucht
Pflegedienste und Sozialstationen in Deutschland können sich mit bereits umgesetzten Managementlösungen für den "Häusliche Pflege Innovationspreis" bewerben. Gesucht werden praxiserprobte Konzepte – etwa zu neuen Versorgungsangeboten, Spezialisierungen, Angehörigenberatung oder zur Aus- und Weiterbildung; damit kommen auch innovative Ansätze zur besseren ambulanten Versorgung von Menschen mit Demenz und zur Unterstützung ihrer Angehörigen infrage. Die Bewerbung sollte maximal drei DIN-A4-Seiten plus mögliche Anlagen umfassen, auch Videobewerbungen sind möglich. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2026, die Gewinner*innen erhalten unter anderem 3.000 Euro Preisgeld. Weiterlesen
Neues Video zeigt Potenzial tiergestützter Angebote bei Demenz
Ein neues Video der University of Galway zeigt, wie tiergestützte Angebote Menschen mit Demenz unterstützen können. Es verbindet Forschungserkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen von Vertreterinnen der Alzheimer Society of Ireland und beleuchtet, welche Rolle der Kontakt zu Tieren für Wohlbefinden, Beziehung und ein gutes Leben mit Demenz spielen kann. Entwickelt wurde das Video gemeinsam mit 24 Beteiligten, darunter Menschen mit Demenz, Angehörige sowie Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Zugleich greift es bestehende Hürden bei der Umsetzung tiergestützter Angebote auf und soll dazu anregen, deren Einsatz in der Demenzversorgung stärker zu diskutieren. Sehen
DZNE-Podcast beleuchtet das Bild von Demenz in der Öffentlichkeit
Das Bild von Demenz in den Medien wird durch Spielfilme, Medienberichte und Dokumentationen geprägt. In der Folge "Demenz in der öffentlichen Wahrnehmung: Mythen, Medien, Möglichkeiten" des DZNE-Podcasts 90 Milliarden spricht Host Marco Schreyl mit Dr. Eckart von Hirschhausen. Dessen Dokumentation "Hirschhausen und das große Vergessen" beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die beiden tauschen sich darüber aus, wie Aufklärung über Demenz gelingen kann, wie Altersbilder das Altern beeinflussen und Bewegung, soziale Bindungen und ausgewogene Ernährung zur Demenzprävention beitragen. Hören
Demenz-Podcast: Angstgefühle und Trickbetrüger
In der neuen Folge des Demenz-Podcasts geht es um zwei herausfordernde Situationen, mit denen Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen konfrontiert sein können: plötzliche Angstgefühle und Misstrauen sowie die Gefahr von Trickbetrug. Eine Angehörige und Laura Mey vom Alzheimer-Telefon berichten aus unterschiedlichen Perspektiven, wie sich Ängste und Misstrauen im Alltag anfühlen und wie ein guter Umgang damit gelingen kann. Im zweiten Teil geben zwei Polizistinnen praktische Tipps, wie Menschen mit Demenz vor Trickbetrug geschützt werden können und was hilft, wenn es bereits zu einem Betrugsfall gekommen ist. Hören
WHO aktualisiert Empfehlungen zur Demenzprävention
Bis zu 45 % des Demenzrisikos könnten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch die Beeinflussung veränderbarer Risikofaktoren verhindert oder hinausgezögert werden. Die im Juli 2026 veröffentlichte zweite Auflage ihrer Leitlinie zur Prävention von kognitivem Abbau und Demenz (Risk reduction of cognitive decline and dementia – WHO guidelines) erweitert die Empfehlungen von 2019 deutlich: Neben Bewegung, Nichtrauchen, gesunder Ernährung und der Behandlung etwa von Bluthochdruck, Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten rücken nun auch Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung sowie ein lebenslanger Blick auf Demenzrisiken stärker in den Fokus. Neu berücksichtigt werden zudem unter anderem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Sehbeeinträchtigungen, Schlafprobleme und HIV sowie individuell zugeschnittene Maßnahmen (individual-level sowie multidomain interventions), die mehrere Risikofaktoren gleichzeitig angehen. Auch Hörgeräte können nun ausdrücklich als Teil einer Strategie zur Demenzrisikoreduktion eingesetzt werden – 2019 hatte die WHO die Evidenz hierfür noch als unzureichend bewertet. Weiterlesen
Jahresbericht gibt Überblick über das Engagement von Alzheimer Schweiz
Der digitale "Jahresbericht 2025 – Gemeinsam für ein gutes Leben mit Demenz" zeigt das vielfältige Engagement von Alzheimer Schweiz: Er gibt Einblicke in wichtige Projekte, Entwicklungen und die Wirkung der Arbeit für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Am unteren Rand der Website können verschiedene Rubriken ausgewählt und entdeckt werden. So lässt sich der Jahresbericht nach Interessen erkunden, von aktuellen Projekten über wichtige Zahlen bis hin zu persönlichen Geschichten. Weiterlesen
Neues von Alzheimer Europe
Jahresbericht 2025 von Alzheimer Europe gibt Einblick in die europäische Demenzarbeit Der Jahres- und Finanzbericht 2025 von Alzheimer Europe blickt auf die Aktivitäten und erreichten Ziele des vergangenen Jahres zurück. Im Mittelpunkt stehen die europäische Interessenvertretung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, die Bekämpfung von Stigmatisierung, die Förderung von Gehirngesundheit und Prävention sowie die Unterstützung von Forschung und der europäischen Demenzbewegung. Der Bericht zeigt damit, wie Alzheimer Europe gemeinsam mit seinen nationalen Mitgliedsorganisationen die Anliegen von Menschen mit Demenz auf europäischer Ebene voranbringt. Alzheimer Europe fordert europäischen Plan für neurologische Gesundheit Alzheimer Europe hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aufgefordert, einen Europäischen Plan für neurologische Gesundheit auf den Weg zu bringen und Demenz darin als eigenständige Priorität zu verankern. Hintergrund ist die wachsende politische Unterstützung für eine gemeinsame europäische Strategie: Neurologische Erkrankungen betreffen mehr als 150 Millionen Menschen in Europa, und bis 2050 könnten allein in der EU 14,3 Millionen Menschen mit Demenz leben. Alzheimer Europe verweist zudem auf die hohe Krankheitslast von Demenz als bedeutende Ursache von Behinderung und Pflegeabhängigkeit im Alter sowie auf die besonderen Auswirkungen auf Frauen, die sowohl als Betroffene als auch als pflegende Angehörige überproportional belastet sind. Die Organisation fordert, den Plan auch in das Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission für 2027 aufzunehmen.
Kongress der European Academy of Neurology in Genf
- Extreme Temperaturen belasten Menschen mit Demenz (EPO-1065)
Extreme Hitze, aber auch starke Kälte, können für Menschen mit Demenz besondere gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Eine Untersuchung zeigt, dass extreme Temperaturen vermutlich mit mehr Notaufnahmebesuchen von Menschen mit Demenz verbunden sind. Dafür wurden die Notaufnahmebesuche von 13.680 Menschen mit Demenz und 2.755 Menschen mit Parkinson aus den Jahren 2015 bis 2024 untersucht. Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, Menschen mit Demenz bei extremen Wetterbedingungen besonders im Blick zu behalten und entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen. EPO-1065 | Impact of extreme temperatures on Emergency department visits among persons with neurological disorders, S.641 Parkinson und Alzheimer: Häufigere Kombination bei Frauen (EPO-0330) Frauen mit Morbus Parkinson weisen häufiger als Männer gleichzeitig typische Veränderungen des Morbus Alzheimer auf. Dies ergaben Daten aus einer Reihe von Autopsien. Bei verstorbenen Menschen mit Parkinson wurden neben den für Parkinson charakteristischen α-Synuclein-Ablagerungen auch Beta-Amyloid und Tau-Fibrillen festgestellt – typische Merkmale der Alzheimer-Erkrankung. Die Ergebnisse geben wichtige Hinweise darauf, dass Parkinson und Alzheimer häufiger gemeinsam auftreten können und geschlechtsspezifische Unterschiede dabei eine Rolle spielen könnten. EPO- 0330 | Greater burden of Alzheimer's co-pathology in women with Parkinson's disease, S. 201
Risiken von Demenzerkrankungen reduzieren
Multidomain lifestyle intervention for the prevention of cognitive decline in at-risk older adults in Latin America (LatAm-FINGERS): a single-blind, multicentre, randomised controlled trial (Crivelli L, Suemoto C, Sosa A et al., 2026)) Eine neue Studie im Fachjournal "The Lancet" untersucht, wie sich eine mehrdimensionale Lebensstilintervention auf die kognitive Gesundheit älterer Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko auswirkt. Im Rahmen der LatAm-FINGERS-Studie nahmen mehr als 1.000 Menschen aus elf lateinamerikanischen Ländern über zwei Jahre an dem Programm teil. Die Intervention kombinierte Bewegung, gesunde Ernährung, kognitives Training, soziale Aktivitäten und die Kontrolle von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren. Die Teilnehmenden der mehrstufigen, gezielten Intervention zeigten dabei größere Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit als jene, die eine allgemeinere Gesundheitsberatung erhielten. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial ganzheitlicher und kulturell angepasster Lebensstilprogramme zur Förderung der kognitiven Gesundheit, insbesondere auch in Regionen, die in der Demenzforschung bisher weniger berücksichtigt wurden. Sie zeigen zugleich, dass weitere Untersuchungen notwendig sind, um zu klären, inwieweit solche Interventionen langfristig das Auftreten von Demenz verhindern oder verzögern können. Weiterlesen Diet Quality and Dementia Risk in Older Adults With Alzheimer Pathology (Mrhar A, Carballo-Casla A, Grande G, et al., 2026) Eine schwedische Langzeitstudie untersucht, welchen Einfluss die Ernährungsqualität auf das Demenzrisiko hat, auch bei Menschen, die bereits biologische Hinweise auf ein erhöhtes Alzheimer- oder neurodegeneratives Risiko aufweisen. Dafür wurden 1.865 Menschen ab 60 Jahren über durchschnittlich 8,4 Jahre beobachtet. Die Ergebnisse zeigen: Eine gesündere, weniger entzündungsfördernde Ernährung (etwa mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und/oder Hülsenfrüchten) war auch bei Personen mit erhöhten Biomarkern für Alzheimer und andere neurodegenerative Prozesse mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Ernährung möglicherweise auch bei bestehendem biologischem Demenzrisiko eine Rolle spielen kann. Sie liefern damit weitere Hinweise auf das Potenzial der Modifizierung von Lebensstilfaktoren bei der Demenzprävention. Weiterlesen Differences in the prevalence and patterns of dementia risk factors across 14 countries and regions: a harmonised cross-national analysis (Nichols E, Kunicki Z, Markot M et al.,2026) Eine internationale Studie hat untersucht, wie häufig bekannte und beeinflussbare Risikofaktoren für Demenz in verschiedenen Ländern auftreten. Dafür wurden Daten von mehr als 214.000 Menschen aus 14 Ländern und Regionen ausgewertet, darunter sowohl einkommensstarke Länder als auch Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede: Während beispielsweise niedrige Bildung in einigen Ländern besonders häufig vorkommt, sind Übergewicht und Adipositas in vielen einkommensstarken Ländern stärker verbreitet. Gleichzeitig treten mehrere Risikofaktoren häufig gemeinsam auf. In allen untersuchten Ländern wiesen mehr als die Hälfte der Menschen mindestens zwei Risikofaktoren auf. Die Studie macht deutlich, dass Maßnahmen zur Demenzprävention an die jeweiligen gesellschaftlichen und gesundheitlichen Rahmenbedingungen angepasst werden sollten. Gleichzeitig können die wiederkehrenden Kombinationen von Risikofaktoren Ansatzpunkte für umfassende Präventionsstrategien bieten. Weiterlesen
Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen
Clinical effectiveness of internet-delivered self-help Aacceptance and Commitment Therapy for family carers of people with dementia (iACT4CARERS): a multicentre, parallel, randomised controlled trial (Kishita N, Gould R, Khondoker M et al., 2026) Eine neue Studie untersucht eine internetbasierte Selbsthilfe-Intervention für Angehörige von Menschen mit Demenz, die unter Angstsymptomen leiden. Das Programm "iACT4CARERS" basiert auf der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). In einer randomisierten Studie mit 496 pflegenden Angehörigen zeigte sich nach zwölf Wochen eine deutlich stärkere Verringerung der Angstsymptome als bei der üblichen Versorgung allein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass niedrigschwellige digitale Angebote eine wirksame und gut skalierbare Unterstützung für pflegende Angehörige darstellen können. Die Studie macht damit auf dringenden Unterstützungsbedarf aufmerksam und zeigt das Potenzial digitaler Angebote für die psychische Gesundheit von Angehörigen. Weiterlesen The economic burden of dementia in Europe: COIN-Eu dementia (Montes-Martinez M, Welter LS, Boon P, et al., 2026) Eine aktuelle Analyse untersucht die gesellschaftlichen Kosten von Demenz in Europa und zeigt, wie stark die Erkrankung nicht nur das Gesundheits- und Sozialsystem, sondern auch Angehörige belastet. Für die untersuchten einkommensstarken europäischen Länder werden die jährlichen Gesamtkosten auf 221,4 Milliarden Euro geschätzt, das entspricht rund 25.218 Euro pro betroffener Person. Den größten Anteil machen dabei mit 58 % die informellen Pflegeleistungen aus, die vor allem von Angehörigen übernommen werden. Weitere 42 % entfallen auf direkte Kosten, etwa für medizinische Versorgung und Pflege. Die Ergebnisse verdeutlichen damit die enorme gesellschaftliche Bedeutung von Demenz und zeigen zugleich, wie wichtig eine bessere Erfassung und Anerkennung der von Angehörigen geleisteten Pflege ist. Weiterlesen
Forschung zu Prävention und Therapie der Demenz fördern
Dementia in Severe Schizophrenia (Pathak US, Mehralizade A, Goldberg TE, Zoghbi AW, 2026) Menschen mit Schizophrenie entwickeln deutlich häufiger eine Demenz als die Allgemeinbevölkerung. Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, welche kognitiven, klinischen und genetischen Merkmale bei Menschen mit besonders schwer behandelbarer Schizophrenie und ausgeprägten kognitiven Einschränkungen auftreten. In der Untersuchung von 155 Personen zeigten fast alle deutliche kognitive Beeinträchtigungen, bei knapp der Hälfte lagen die Werte im Bereich einer schweren Demenz. Das Muster der Einschränkungen unterschied sich jedoch von dem bei Alzheimer-, frontotemporaler und Lewy-Körper-Demenz und ähnelte stattdessen dem typischen Muster bei Schizophrenie. Auch häufig vermutete Ursachen wie komorbide Alzheimer-Erkrankung, Medikamente, kardiometabolische Risikofaktoren oder eine langjährige stationäre Unterbringung konnten die Ergebnisse nicht erklären. Die Studie deutet damit darauf hin, dass kognitive Beeinträchtigungen bei schwerer Schizophrenie möglicherweise einen eigenständigen Mechanismus haben, der sich von klassischen neurodegenerativen Demenzerkrankungen unterscheidet. Weiterlesen
23. bis 26. September 2026 Jahreskongress der DGG und der DGGG Goethe-Universität Frankfurt am Main Zur Veranstaltungs-Website 23. bis 26. September 2026 16. Jahrestagung DZNE Standort Witten "Vielfalt sehen. Perspektiven verstehen. Zukunft gestalten. Das geht!" DZNE, Witten/Herdecke Zur Veranstaltungs-Website Anmeldeschluss: 10. September 2026 23. bis 26. September 2026 Rehacare 2026 - Internationale Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege Düsseldorf Zur Veranstaltungs-Website 30. September 2026, 16:00 bis 19:00 Uhr Fachabend zur Beratung von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen Alzheimergesellschaft Berlin, Berlin Zum Veranstaltungs-Flyer 2. Oktober 2026, 9:00 bis 18:00 Uhr 21. Fachtagung Palliative Geriatrie Leben und Sterben in Würde: Alles nur schöner Schein? Wie es gelingt, palliativgeriatrische Sorge zu gestalten. Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie, Berlin Zur Veranstaltungs-Website 5. und 6. Oktober 2026 Netzwerktagung 2026: Nationale Demenzstrategie Was wirkt – was zählt – was folgt? Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie Zur Veranstaltungs-Website 15. bis 16. Oktober 2026 13. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, Messe Magdeburg Zur Veranstaltungs-Website 27. bis 29. Oktober 2026 36th Alzheimer Europe conference Alzheimer Europe, Dublin Zur Veranstaltungs-Website 2. bis 3. November 2026 Festveranstaltung zum Abschluss des Bundesprogramms "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" Netzwerkstelle "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz", Köln Zur Veranstaltungs-Website 12. und 13. November 2026 Deutscher Pflegetag 2026 – Pflege stärken, mit starken Partnern DPSG Deutscher Pflegetag, Berlin Zur Veranstaltungs-Website 20. November 2026 Vernetzungsforum Musik und Demenz Deutscher Musikrat, Leipzig Zur Veranstaltungs-Website 15. Dezember 2026,10:00 bis 11:00 Uhr "Von der Demenzprävention zu Brain Health – was wir wissen, wo wir stehen und wo es hingeht?" Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, Online Zur Veranstaltungs-Website Jederzeit Demenz Partner - Webtraining Zur Anmeldung
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