Newsletter zur Nationalen Demenzstrategie

2. Ausgabe 2026

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Liebe Leser*innen,

das Jahr nimmt Fahrt auf, und mit ihm das Netzwerk. Die jüngst veröffentlichte juristische Expertise von Prof. Dr. Thomas Klie nimmt für Menschen mit Demenz maßgebliche Rechtsgebiete unter die Lupe und formuliert konkrete Empfehlungen, mit welchen Instrumenten der Rechtssetzung die Lebenssituation von Menschen mit Demenz sowie ihren An- und Zugehörigen in Deutschland spürbar verbessert werden kann. Lesen Sie hier direkt hinein! Gleichzeitig sind wir gespannt auf Stellungnahmen aus dem Netzwerk zur Weiterentwicklung der Nationalen Demenzstrategie. Unsere Akteure sind aufgerufen, uns ihre konkreten Vorschläge zum aktuellen Entwurf zu schicken.

In der neusten Ausgabe des Newsletters erwarten Sie außerdem Neues aus dem Netzwerk, beispielsweise der Leitfaden zur kommunalen Altenhilfeplanung der BAGSO, die aktuelle Ausgabe der "ZQP diskurs", die Evaluation des Bundesprogramms "Lokale Allianzen", die Praxisinitiative "Gesunde Sprechstunde" und vieles, vieles mehr.

Neuigkeiten zur Nationalen Demenzstrategie finden Sie immer auf unserer Website, regelmäßig in unserem Newsletter und kurz und knapp auf LinkedIn und Bluesky.

Viele Grüße
Ihr Team der Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie

 

Inhalt

Sensibilisierung & Aufklärung

Kurzratgeber: Ältere pflegebedürftige Menschen vor finanzieller Ausbeutung schützen

Der neue Ratgeber des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) informiert pflegende Angehörige über Ursachen finanzieller Ausbeutung älterer, pflegebedürftiger Menschen und zeigt Möglichkeiten, wie sich solchen Risiken vorbeugen lässt. Die Broschüre enthält unter anderem Tipps für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Sie steht auch in Zusammenhang mit der Maßnahme 2.2.5 Schutz vor finanziellem Missbrauch von alleinlebenden Menschen mit Demenz.
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Neue Evaluation bestätigt: Lokale Allianzen stärken Teilhabe von Menschen mit Demenz

Die aktuelle Evaluation des Bundesprogramms "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" durch das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e. V. (iso) zeigt: Vernetzte lokale Angebote verbessern die Teilhabe und Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen deutlich. Die aufgebauten kulturoffenen Aktivitätsgruppen, Nachbarschaftshilfen und Selbsthilfe-Initiativen wurden positiv bewertet. Besonders stabile multilaterale Netzwerke haben gute Chancen, ihre Arbeit über das Ende der Förderung hinaus fortzuführen. Zugleich macht der Bericht deutlich, dass ausreichend Koordinationsressourcen und klare Finanzierungs-Perspektiven entscheidend für eine nachhaltige Wirkung sind. Der vollständige Evaluationsbericht ist online abrufbar.
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Leitfaden für bedarfsgerechte Seniorenarbeit in der kommunalen Altenarbeit

Die Handreichung zur Umsetzung von § 71 SGB XII (Altenhilfe) unterstützt Kommunen beim Aufbau einer bedarfsgerechten Senior*innenarbeit. Sie erläutert die rechtlichen Grundlagen, zeigt Methoden der kommunalen Altenplanung und bietet Fallbeispiele zu Senior*innenberatung, Begegnungsangeboten und Engagementförderung. Senior*innenvertretungen erhalten zudem konkrete Fragen, die sie an ihre Kommune richten können – unter anderem auch, welche Angebote die Kommune für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bereitstellt und inwiefern diese bedarfsgerecht sind. Die Broschüre liegt nun in zweiter, aktualisierter Auflage vor.
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Menschen mit Demenz im Ehrenamt: Leitfaden für inklusive Teilhabe

Die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW haben einen Handzettel zur Einbindung von Menschen mit Demenz in freiwilliges Engagement veröffentlicht. Er richtet sich an Vereine, Initiativen und Ehrenamts‑Organisationen und zeigt praxisnah, wie Inklusion und Partizipation gelingen können. Ziel ist, die Potenziale von Menschen mit Demenz sichtbar zu machen, ihnen weiterhin Teilhabe und aktive Rollen in der Gemeinschaft zu ermöglichen und gleichzeitig Unsicherheiten bei Akteur*innen vor Ort abzubauen. Der Handzettel gibt Orientierung, wie ehrenamtliche Strukturen so gestaltet werden können, dass Menschen mit Demenz ihre Fähigkeiten einbringen und stärkend wirken können, für ein inklusives Miteinander in der Kommune.
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KI verstehen und im Alter selbstbestimmt nutzen

Das Projekt "KI für ein gutes Altern" der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) stärkt die Kompetenzen älterer Menschen und Senior*innenorganisationen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, sie zu befähigen, sich fundiert an aktuellen Diskussionen, etwa zu ChatGPT, Mustererkennung oder selbstlernenden Algorithmen zu beteiligen. Gleichzeitig setzt sich das Projekt dafür ein, dass die Perspektiven älterer Menschen in Forschung und Entwicklung von KI-Systemen stärker berücksichtigt werden. Für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bedeutet dies im besten Fall, dass auch ihre Perspektiven in Forschung zu KI einbezogen werden. Im Rahmen des Projekts entsteht zudem das "Kompetenznetzwerk KI & Alter" (KoKIA), dessen Projektseite sich derzeit im Aufbau befindet. Das Netzwerk soll Multiplikator*innen in lokalen Initiativen erreichen und einen zentralen bundesweit nutzbaren Einstiegspunkt für alle Interessierten rund um den Themenkomplex "KI & Alter" schaffen.
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D-A-CH Deklaration 2025: Caring Communities stärken

Die D-A-CH Deklaration 2025 2Gesellschaftspolitische Hoffnung in Krisenzeiten2 wurde beim Caring Community Kongress 2025 in Köln verabschiedet. Fachpersonen, Organisationen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen ein gemeinsames Zeichen für eine Gesellschaft, in der Sorge füreinander selbstverständlich ist. Die Deklaration ruft dazu auf, regionale Netzwerke zu fördern, inklusive Beteiligungsprozesse zu stärken und eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung, gerade bei schwerer Krankheit, weiterzuentwickeln. Dies ist besonders für Menschen mit Demenz relevant, da verlässliche soziale Netzwerke, Teilhabe sowie ein kompetenter und empathischer Umgang mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Trauer (Death and Grief Literacy) dabei helfen, Isolation zu vermeiden und Unterstützung im Lebensverlauf sowie in der letzten Lebensphase sicherzustellen.
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Pflegende Angehörige

Neuer Ratgeber für pflegende Angehörige: Eigene Kräfte im Blick behalten

Ein neu aufgelegter Ratgeber, erstellt von der BAGSO in Zusammenarbeit mit der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV), unterstützt pflegende Angehörige dabei, typische Herausforderungen des Pflegealltags besser zu bewältigen. Im Kontext der Pflege von Menschen mit Demenz benennt der Ratgeber typische Zusatzanforderungen – etwa kommunikative Veränderungen und pflegebezogene Ablehnungssituationen. Angehörige müssen in diesen Pflegearrangements meist viel Geduld aufbringen sowie empathisch und personzentriert begleiten. Der Ratgeber zeigt auf, wie ein gesunder Umgang mit den eigenen Kräften gelingen kann, und ermutigt dazu, frühzeitig Entlastungsangebote und externe Hilfen in Anspruch zu nehmen. Zudem bietet die Publikation eine Übersicht über konkrete Unterstützungsangebote.
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Demenz und Beruf: Kooperation stärkt pflegende Angehörige in Unternehmen

Pflege und Beruf zu vereinbaren, stellt viele Angehörige von Menschen mit Demenz vor große Herausforderungen. Um Betroffene besser zu unterstützen, kooperiert Desideria Care e.V. mit famPlus, einem Sozialunternehmen, das bundesweit unter anderem zu den Themen Pflege und Vorsorge sowie psychosoziale Gesundheit berät. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Demenzpflege zu verbessern und Unternehmen für das Thema zu sensibilisieren. Geplant sind Fachvorträge, Workshops, Coachings und individuelle Beratungsangebote, mit besonderem Fokus auf psychische Entlastung und Selbstfürsorge. Gleichzeitig sollen Personalverantwortliche und Führungskräfte dabei unterstützt werden, demenzsensible Strukturen im Unternehmen aufzubauen. Die Initiative setzt damit ein Zeichen gegen Tabu und Stigmatisierung und stärkt pflegende Angehörige im Arbeitsalltag.
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Medizinische Versorgung und Pflege

Ambulanz für Alzheimer bei Menschen mit Down-Syndrom

In einer spezialisierten Ambulanz für Menschen mit Down-Syndrom vom LMU Klinikum in München liegt der Fokus auf der Verbesserung des Umgangs mit Erkrankungen wie Alzheimer, die derzeit nicht kausal behandelt werden können. Durch präzise Diagnosen werden eine frühzeitige symptomatische Behandlung sowie eine umfassende sozialmedizinische Therapieplanung ermöglicht, um die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern und ihre Prognose zu verbessern.
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"Gesunde Sprechstunde": Praxisinitiative zur besseren Kommunikation zwischen Ärzt*innen und Patient*innen

Mit der Praxisinitiative "Gesunde Sprechstunde" verfolgt die Stiftung Gesundheitswissen das Ziel, Wissensunterschiede zwischen Ärzt*innen und Patient*innen abzubauen. Durch die Bereitstellung evidenzbasierter, leicht verständlicher Informationen hilft die Initiative, Diagnosen und Therapien auch Laien verständlich zu erklären. So wird eine Kommunikation auf Augenhöhe gefördert, die Patient*innen eine aktive, informierte Beteiligung am Behandlungsprozess ermöglicht und die Versorgungsqualität verbessert.
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Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS): Neue Ansätze in der Nachsorge intensivmedizinischer Patienten

Das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) beschreibt körperliche, kognitive und psychische Beeinträchtigungen, die nach intensivmedizinischen Behandlungen auftreten und die Rückkehr in den Alltag erschweren. Insbesondere kognitive Einschränkungen wie Delire können Demenzsymptomatiken noch verstärken. Eine Übersichtsarbeit beleuchtet nun epidemiologische Daten, Risikofaktoren sowie Präventions- und Behandlungsansätze. Erste Ergebnisse der PICS-Ambulanz der Charité zeigen, dass 72 % der Patient*innen drei Monate nach der Entlassung von der Intensivstation Einschränkungen in mindestens einem der drei PICS-Bereiche aufwiesen. Die Nachsorge setzt auf eine multiprofessionelle Betreuung, die noch weiter verbessert werden muss. Eine stärkere Vernetzung von Rehabilitationseinrichtungen, spezialisierten Nachsorgeangeboten und der Hausärzt*innenversorgung ist erforderlich, um sektorenübergreifende Behandlungskonzepte zu entwickeln. Dies kann auch dabei helfen, Überlastung im häuslichen (Pflege-)Umfeld zu reduzieren.
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Diakonie Deutschland: Eckpunkte zur Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation

Die Diakonie Deutschland hat ein Papier mit Eckpunkten zur Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation vorgelegt, das insbesondere die Stärkung der Rehabilitation bei (drohender) Pflegebedürftigkeit betont. Ein wichtiges Element dieser Weiterentwicklung ist der präventive Hausbesuch bei älteren Menschen, der sich in zahlreichen Kommunen bewährt hat. Dieser Besuch dient dazu, mit den Betroffenen über Gesundheit und Teilhabe zu sprechen, Informationen bereitzustellen, zu beraten und frühzeitig Anzeichen für einen möglichen Bedarf an Teilhabeleistungen zu erkennen und zu vermitteln. Zudem wird gefordert, die medizinische Rehabilitation barrierefrei und inklusiv zu gestalten, um allen Menschen, einschließlich denen mit erhöhtem Pflegebedarf, eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Diese Ansätze kommen auch Menschen zugute, die von Demenz betroffen sind, indem sie frühzeitig unterstützt werden.
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DKG Geschäftsbericht 2025

In ihrem aktuellen Geschäftsbericht 2025 greift die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) erstmals Lecanemab auf, ein Medikament zur kausalen Behandlung der frühen Alzheimer-Demenz. Da die Therapie mit aufwendiger Diagnostik, engmaschiger Begleitung und möglichen Nebenwirkungen verbunden ist, wird sie voraussichtlich überwiegend in Krankenhäusern verabreicht. Die Besprechung dieses Themas im DKG-Geschäftsbericht zeigt, dass Krankenhäuser ihre Rolle in der Versorgung von Menschen mit Demenz stärker in den Blick nehmen.
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Forschung zu Demenz und Hirngesundheit

Forschungsförderung 2026: 18 neue Projekte gegen Demenz

Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) fördert in diesem Jahr 18 neu gestartete Projekte in den Bereichen "Prävention und Therapie", Grundlagenforschung und "Diagnostik und Therapie" – so viele Vorhaben wie nie zuvor. Rund 2,45 Millionen Euro fließen in diese unabhängige Forschung. Die unterstützten Forscher*innen beschäftigen sich unter anderem mit bestimmten Proteinen und deren Rolle bei Alzheimer-Erkrankungen oder untersuchen Smartphone-Tests zur Vorhersage des Alzheimerrisikos. Kurze Videos aller geförderten Wissenschaftler*innen geben einen Einblick in alle Forschungsvorhaben.
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App-Projekt "living@home" stärkt häusliche Demenzversorgung

Das vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) geleitete Forschungsprojekt "living@home" startet in fünf Bundesländern. Mithilfe einer innovativen App sollen Menschen mit Demenz, die zu Hause leben, und ihre pflegenden Angehörigen entlastet werden. Das Projekt wird gemeinsam mit Universitäten, Universitätskliniken und Krankenkassen durchgeführt und erhält bis Ende 2028 eine Förderung von rund 5,5 Millionen Euro vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Ziel des Projekts ist eine nachhaltige, digitale Unterstützung für pflegende Angehörige, die mit den Herausforderungen der häuslichen Demenzpflege konfrontiert sind. Über die App können Angehörige ihre persönliche Situation, etwa ihre Belastung und Gesundheitszustände, dokumentieren und erhalten regelmäßig Unterstützung durch qualifizierte Pflegefachpersonen aus Gedächtnisambulanzen. Dies erfolgt per Chat oder Video-Call, was eine schnelle und flexible Hilfe ermöglicht. Durch die digitale Komponente wird eine individuellere, schnellere und engmaschigere Unterstützung ermöglicht, die den pflegenden Angehörigen zugutekommt und dabei hilft, den Übergang der Pflegebedürftigen in stationäre Pflegeeinrichtungen zu vermeiden oder zu verzögern.
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G-BA bewertet neuen Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab ohne Zusatznutzen

In seiner frühen Nutzenbewertung kommt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zu dem Ergebnis, dass die vom Hersteller vorgelegten Daten keinen Zusatznutzen des Alzheimer-Wirkstoffs Lecanemab gegenüber dem bisherigen Therapiestandard bei früher Alzheimer-Krankheit belegen. Dieser Beschluss bildet die Grundlage für die Preisverhandlungen zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Hersteller. Eine weitergehende Einschränkung der Verordnungsfähigkeit ist damit jedoch nicht verbunden.Die Studien zeigten laut G-BA keinen Vorteil bei Symptom- oder Lebensqualitätsverschlechterung nach 18 Monaten und keine relevanten Unterschiede bei Sterblichkeit und Nebenwirkungen; für längere Zeiträume fehlen Daten.
Das DZNE und die AFI kritisieren die Bewertung. Unter anderem halten sie die Bewertungskriterien für nicht aussagekräftig (DZNE) beziehungsweise aufgrund des kleinen Patient*innenkreises für ungeeignet (AFI).
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Politik für Menschen mit Demenz

Juristische Expertise erschienen

Wie kann Teilhabe für Menschen mit Demenz gelingen? Welche Hürden gibt es für Angehörige bei der Beantragung von Sozialleistungen? Wie können wir Betroffene vor Gewalt schützen? Und welche Rechte greifen in diesen Situationen? Eine jüngst veröffentliche juristische Expertise (Autor: Prof. Dr. Thomas Klie, Auftraggeberin: Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie) untersucht entsprechende Rechtsgebiete und enthält Empfehlungen, welche Mittel der Rechtssetzung verfolgt werden könnten, um die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren An- und Zugehörigen in Deutschland zu verbessern.
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Mitmachen

Posterpreise beim Kongress "Gesundheit gestalten"

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Kongresses "Gesundheit gestalten – gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen" (30. September bis 2. Oktober 2026, Göttingen) werden auch in diesem Jahr wieder Posterpreise verliehen. Die drei besten Poster erhalten 1.000 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 250 Euro für den dritten Platz. Dank der Zusammenarbeit mit drei zusätzlichen medizinischen Fachgesellschaften ist das thematische Spektrum in diesem Jahr besonders breit gefächert. Die Jury besteht aus Vertretern der vier veranstaltenden Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie e.V. (DGSMP), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk). Bewerbungsschluss ist der 30. März 2026.
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DGN-Promotionsstipendien 2026

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. (DGN) vergibt auch 2026 Promotionsstipendien für Dissertationen mit direktem Bezug zum neurologischen Fachgebiet. Promovierende aus den Bereichen Medizin, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Pflegewissenschaften können sich bewerben. Die Stipendien sind mit 500 Euro monatlich dotiert und laufen über mindestens ein Jahr. Bewerbungsvoraussetzungen sind neben einer DGN-Mitgliedschaft ein Motivationsschreiben, Lebenslauf und ein Unterstützungsschreiben der Betreuungsperson. Zudem sollen die Stipendiaten ihre Ergebnisse auf einem DGN-Kongress präsentieren. Mitmachen ist noch möglich: Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2026.
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DigitalPakt Alter: Neue Förderphase ab 2026

Mit Beginn des Jahres startete der DigitalPakt Alter in die nächste Förderphase und erweitert seine Aktivitäten zur digitalen Teilhabe älterer Menschen, insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Kommunen. Ziel ist der Aufbau von Anlaufstellen vor Ort sowie die Einführung von Schulungsangeboten für Fachkräfte. Dank neuer Partner wie der Commerzbank Stiftung, Uber und der FUNKE Mediengruppe wird die Förderung verstärkt: 2026 können 50 neue "Erfahrungsorte" unterstützt werden. Zusätzlich wird eine Fachveranstaltung zum Thema "Digitalisierung in der Mobilität" mit Uber geplant. Damit wächst der DigitalPakt Alter weiter und schafft bundesweit nachhaltige Strukturen für digitale Teilhabe.
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Studie für kultursensible Ernährung in Pflegeheimen: Interviewpartner*innen gesucht

Das Forschungsprojekt NUTRI-SENSE der Ostfalia Hochschule untersucht, wie die Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung in Pflegeheimen kultursensibler gestaltet werden kann. Ziel ist es, die Wünsche und Bedarfe der Bewohner*innen besser zu berücksichtigen, insbesondere im Hinblick auf soziale und kulturelle Vielfalt. In bestehenden Richtlinien werden kulturelle Vielfalt und soziale Ungleichheiten bislang nur unzureichend adressiert. Im Rahmen des Projekts werden digitale Anwendungen entwickelt, die bei einer kultursensiblen und diversitätsbewussten Versorgung unterstützen sollen. Für Interviews werden Pflegefachpersonen, Pflegehilfs- und Assistenzkräfte, Leitungskräfte sowie Angehörige und Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen gesucht. Gefördert wird das Projekt im Programm „zukunft.niedersachsen“ vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung. Fragen zu den Interviews beantwortet Projektmitarbeiter André Heitmann-Möller.
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Science Slam zu Altersthemen: Call for Participation

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juni 2026 in Berlin lädt das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) zum vierten Mal dazu ein, Altersfragen in einem modernen, publikumswirksamen Format zu präsentieren. Interessierte (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, Student*innen oder wissenschaftsbegeisterte Personen, die sich mit Themen der Alternsforschung befassen, können sich bis zum 15. März 2026 für den Science Slam bewerben. Die ausgewählten Beiträge werden am 06. Juni 2026 im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin vorgestellt, und das Publikum entscheidet, wer einen kleinen Preis erhält.
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Befragung zur ambulanten Pflege: Ihre Meinung zählt!

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) führt eine Befragung zur ambulanten Pflege durch, um die Praxisangebote für Pflegedienste weiterzuentwickeln. Gesucht werden Mitarbeiter*innen aus der ambulanten Pflege, die direkt in der Versorgung älterer pflegebedürftiger Menschen tätig sind. Die Befragung konzentriert sich auf Arbeitssituation, Sicherheit und Digitalisierung. Die Teilnahme dauert 10 bis 15 Minuten und ist anonym. Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung von kostenfreien Arbeits- und Schulungsmaterialien sowie fachlichen Instrumenten und Ratgebern ein. Der Fragebogen kann bis zum 31. März 2026 ausgefüllt werden.
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23. Mai: Ehrentag – Gemeinsam für unser Grundgesetz

Anlässlich des 77. Jahrestags des Grundgesetzes am 23. Mai bittet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt zu einem bundesweiten Mitmachtag: Organisationen, Vereine, Kommunen, Unternehmen, Bildungseinrichtungen aber auch Privatpersonen, Hausgemeinschaften oder Freundeskreise sind eingeladen, Aktionen auf die Beine zu stellen und ein Zeichen für gesellschaftliches Miteinander, Begegnung, Zusammenhalt und gemeinsames Engagement zu setzen – alles Faktoren, die potenziell zu mehr Lebensqualität und (auch kognitiver) Gesunderhaltung beitragen.
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Mitmachen noch möglich:

Sehen, Hören, Lesen

Neue Broschüre "Was ist eine Demenz?"

Mit dem Untertitel "Ein Heft über Demenz in leichter Sprache" legt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) die Broschüre "Was ist eine Demenz" neu auf. Sie ist auf Grundlage des Hefts "What is dementia?" von Down's Syndrome Scotland gestaltet und steht nun wieder zum Download und als Heft zum Bestellen auf den Seiten des BMBFSFJ bereit.
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Neue Ausgabe der "ZQP diskurs" erschienen

Die aktuelle Ausgabe der "ZQP diskurs" greift zentrale Themen rund um die Pflege und Unterstützung im Alter auf. Im Fokus stehen pflegende Angehörige. Ein Abschnitt des Berichts widmet sich Angehörigen von Menschen mit Demenz. Weitere Beiträge widmen sich dem neuen Kurzratgeber "Prävention finanzieller Ausbeutung" und dem Thema Schmerzmanagement bei Patient*innen mit Demenz. Die Ausgabe bietet somit praxisnahe Impulse für Pflege, Beratung und Unterstützung.
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Demenz besser begleiten: Neue Podcast-Folge zeigt Wege aus dem Versorgungsdilemma

In der aktuellen Folge des DZNE-Podcasts "90 Milliarden" mit Moderator Marco Schreyl ist Wolfgang Hoffmann zu Gast. Der Versorgungsforscher vom DZNE spricht über die Herausforderungen für Familien und das Gesundheitssystem und darüber, wie sich die Versorgung gezielt verbessern lässt. Im Mittelpunkt steht das von ihm mitentwickelte Dementia Care Management: Speziell geschulte Pflegefachkräfte koordinieren medizinische, pflegerische und soziale Unterstützung. Studien zeigen, dass dadurch Versorgungslücken reduziert werden und Betroffene länger zu Hause leben können.
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Perspektivwechsel in der Pflege: Sophie Rosentreter auf der Pro Care Hannover

Auf der Pflegemesse in Hannover sprach die Demenz- und Pflegeexpertin Sophie Rosentreter über den Mut, im Umgang mit Demenz neue Wege zu gehen. Im Mittelpunkt stehen ihre Projekte "Ilses weite Welt" und "Alles anders – Leben mit Demenz", die die Bereiche Beziehung, Kommunikation und Selbstfürsorge stärken. Die ehemalige TV-Moderatorin, die heute als Filmemacherin, Autorin und Speakerin tätig ist, wirbt für mehr Vernetzung und Enttabuisierung sowie für eine Haltung, die den Menschen hinter der Diagnose in den Mittelpunkt stellt – auf Augenhöhe und mit Offenheit.
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Über den Tellerrand

Lebenslang lernen – Bildung im Alter fördern

In der neuen Projektphase legt die Servicestelle "Bildung und Lernen im Alter" den Schwerpunkt auf die Schulung und Qualifizierung von Engagierten in der Bildungsarbeit mit älteren Menschen. Durch fachliche Workshops, Beratung und Selbstlernangebote sollen Haupt- und Ehrenamtliche dabei unterstützt werden, vielfältige und zielgruppengerechte Bildungsangebote für ältere Menschen zu gestalten. Dabei wird es auch darum gehen, Zugangshürden abzubauen, um sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken und die Kompetenzen aller älteren Menschen zu fördern.
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Hohe Mieten belasten Pflegekräfte in Europa

Eine Analyse von CORRECTIV.Europe zeigt erstmals, in welchen Städten und Gemeinden Europas selbst ein mittleres Gehalt, wie das von Pflegefachkräften, nicht für eine kleine Wohnung reicht, auch in Deutschland. Um diese zu ermitteln, wurden Daten zu Mieten und Kaufpreisen mit regionalen Einkommensdaten abgeglichen und lokal vergleichbar gemacht. Die Auswertung macht deutlich: Wohnkosten steigen stärker als Einkommen, womit etwa jede siebte Kommune für Pflegekräfte faktisch zu teuer ist. Fehlt Wohnraum, ist die Organisation von Pflege- und Unterstützungsangeboten, die Gewinnung von Fachkräften und der Erhalt stabiler Nachbarschaftsstrukturen erschwert. Dies kann zu Versorgungslücken und Belastungen im häuslichen Umfeld führen.
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Testversion der ICD-11 auf Deutsch jetzt verfügbar

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stellt eine nichtamtliche Testversion des Klassifikationssystems für medizinische Diagnosen ICD-11 in deutscher Sprache bereit. Diese ist nicht für gesetzliche/amtliche Anwendungszwecke freigegeben, kann aber für Tests, Studienzwecke und Umstiegsanalysen genutzt werden. Neu ist, dass diese deutsche Testversion erstmals auch digital über den WHO-API-Zugang abrufbar ist. Das BfArM weist jedoch darauf hin, dass sich die Fassung noch in der Qualitätssicherung befindet und voraussichtlich jährlich aktualisiert wird. Bis zu einer offiziellen Einführung bleibt ICD-10 in Deutschland weiterhin die maßgebliche amtliche Klassifikation (ICD-10-WHO für Mortalität und ICD-10-GM für Morbidität).
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Prävention & Gesundheit: Allianz fordert gesundheitspolitischen Kurswechsel

In ihrem neuen Forderungspapier "Prävention & Gesundheit“ fordert eine breite Allianz aus Medizin, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft die Bundesregierung dazu auf, Prävention und Public Health zur tragenden Säule der deutschen Gesundheitspolitik zu machen. Präventive Maßnahmen dürften nicht länger freiwillig sein, sondern müssten als staatliche Pflicht fest verankert und evidenzbasiert umgesetzt werden. Die "Partner-Allianz" betont, dass über Krankheit und Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung oder Bewegungsmangel bereits viel bekannt ist und es wirksame politische Hebel gibt. Diese müssen jetzt genutzt werden, um Gesundheit systematisch zu fördern statt Krankheit nur zu verwalten.
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ZQP-Shop: Alle Materialien rund um Pflege noch einfacher zugänglich

Der neue ZQP-Shop ist online. Interessierte finden hier kostenlose Fachinformationen, Ratgeber, Studien und das Fachmagazin "ZQP diskurs" – alles kompakt, werbefrei und ohne Anmeldung. Mithilfe praktischer Filter kann gezielt nach Themen oder Formaten gesucht werden; PDFs können direkt heruntergeladen und ausgewählte Schriften auch als Printversion bestellt werden.
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Handbuch "Wohnen im Alter gemeinsam gestalten"

Das Handbuch des Forums Seniorenarbeit richtet sich an Kommunen, Initiativen und Akteure, die gemeinschaftliche Wohnformen für ältere Menschen entwickeln möchten. Es enthält praxisnahe Methoden, Beispiele und Anleitungen zur Planung und Umsetzung inklusiver und selbstbestimmter Wohnprojekte mit Fokus auf Beteiligung, Nachbarschaft und soziale Teilhabe.
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Internationale Meldungen

Donanemab: Zulassung nun auch in der Schweiz

Swissmedic hat den Wirkstoff Donanemab (Kisunla) zur Behandlung von Alzheimer im Frühstadium zugelassen. Der Antikörper verlangsamt den Krankheitsverlauf, indem er schädliche Eiweißablagerungen im Gehirn reduziert, kann die Krankheit jedoch nicht stoppen oder heilen. Alzheimer Schweiz und Swiss Memory Clinics begrüßen diese Entwicklung, betonen jedoch, dass der Alltag für viele Demenzbetroffene und ihre Angehörigen weiterhin eine große Herausforderung bleibt.
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Komitee für öffentliche Gesundheit widmet sich Hirn-Gesundheit

Der Ausschuss für öffentliche Gesundheit (SANT) des Europäischen Parlaments hat am 24. Februar 2026 eine öffentliche Anhörung zu Gehirngesundheit ("Brain health: Policy challenges and opportunities to manage neurological diseases") durchgeführt. Dabei standen in zwei Panels unter anderem Fortschritte und Herausforderungen in der Neurologie-Forschung/Neurotechnologie sowie die europäische Zusammenarbeit in der neurologischen Gesundheit – insbesondere zu Demenz und weiteren neurodegenerativen Erkrankungen – im Fokus. Ein Briefing fasst zentrale Empfehlungen zusammen; unter anderem, Prävention über die gesamte Lebensspanne zu stärken und pflegende Angehörige besser zu unterstützen. Zur gesamten Sitzung - sowohl dem Vormittags- als auch dem Nachmittags-Slot - gibt es einen Videomitschnitt.
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Alzheimer Europe

  • Neue Prävalenzzahlen für Europa
    Alzheimer Europe hat den Bericht "Prevalence of Dementia in Europe 2025" veröffentlicht und legt damit aktualisierte Zahlen zur Häufigkeit von Demenz in Europa und in den einzelnen Ländern vor. Die Berechnungen bauen auf dem "Dementia in Europe Yearbook 2019" auf und nutzen die gleiche Methodik: Grundlage sind neuere bevölkerungsbasierte Studien, aus denen altersgruppenspezifische Prävalenzraten (in 5-Jahres-Intervallen) abgeleitet wurden. Diese aktualisierten Raten wurden auf Bevölkerungsprognosen für 2025 und 2050 angewendet, basierend auf den Daten der Vereinten Nationen ("World Population Prospects 2024"). Der Bericht liefert damit eine wichtige Grundlage für Planung, Versorgung und gesundheitspolitische Entscheidungen in Europa. Für Deutschland ergeben sich demnach Prävalenzen von 3,47% im Jahr 2050.

  • Diskussionspapier "Technologie und Demenz"
    Alzheimer Europe hat ein neues Diskussionspapier zum Einsatz von Technologien durch und für Menschen mit Demenz vorgestellt. Das Papier wurde gemeinsam von der European Working Group of People with Dementia (EWGPWD) und der European Dementia Carers Working Group (EDCWG) erarbeitet. Einerseits kann Technologie Menschen mit Demenz im Alltag unterstützen, ihre Selbstständigkeit fördern und Angehörige entlasten – sei es durch speziell entwickelte Lösungen oder durch allgemein verfügbare digitale Anwendungen. Gleichzeitig birgt die fortschreitende Digitalisierung neue Hürden. Wer Technik nicht nutzen kann, läuft Gefahr, von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu werden. Das Papier benennt acht zentrale Handlungsfelder und möchte Diskussionen anregen, das Bewusstsein schärfen und Veränderungen bewirken, damit technologische Entwicklungen die Rechte und Teilhabe von Menschen mit Demenz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention stärken.

Neue wissenschaftliche Publikationen

Risiken von Demenzerkrankungen reduzieren

  • Herpes zoster vaccination and incident dementia in Canada: an analysis of natural experiments
    (Pomirchy, Michael et al., 2026)
    Kanadische Daten zeigen, dass die Herpes-Zoster-Impfung das Risiko einer Demenzerkrankung bei Menschen ab 70 Jahren möglicherweise senken kann. In einer aktuellen Studie stellten Forscher*innen fest, dass bei Personen, die zur Impfung berechtigt waren, deutlich seltener eine Demenz diagnostiziert wurde als bei Nicht-Geimpften. Über einen Zeitraum von 5,5 Jahren war das Risiko einer neuen Demenzdiagnose um 2 % geringer. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Herpes-Zoster-Impfung das Auftreten von Demenz möglicherweise verzögern oder sogar verhindern kann. Weitere Forschung könnte klären, wie genau dieser Effekt zustande kommt.
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  • Social exposome and brain health outcomes of dementia across Latin America
    (Migeot, J. et al., 2025)
    Eine neue Studie aus sechs lateinamerikanischen Ländern zeigt: Die sozialen Lebensbedingungen über die gesamte Lebensspanne, darunter Bildung, Ernährung, finanzielle Lage, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Kindheitserfahrungen beeinflussen das Risiko für Demenz und die Gehirngesundheit stark. Bei gesunden Teilnehmenden waren ungünstige Bedingungen mit schlechteren kognitiven Leistungen verbunden. Bei Menschen mit Alzheimer oder frontotemporaler Demenz führten sie zu stärkerem kognitiven Abbau, eingeschränkter körperlicher Funktionsfähigkeit und Veränderungen in Gehirnstruktur und -vernetzung. Besonders wichtig waren Ernährungssicherheit, finanzielle Ressourcen, subjektiver sozialer Status und medizinische Versorgung. Die Forscher*innen leiten daraus ab, dass Demenz-Prävention und Versorgung stärker auf soziale Ungleichheiten eingehen sollten, beispielsweise durch gezielte Maßnahmen gegen Armut und Ernährungsunsicherheit sowie durch einen besseren Zugang zur Versorgung. Sie plädieren außerdem für personalisierte Ansätze, die diese Belastungen im Lebenslauf systematisch berücksichtigen.
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  • Coffee and Tea Intake, Dementia Risk, and Cognitive Function
    (Zhang Y, Liu Y, Li Y, et al., 2026)
    Eine neue Langzeitstudie aus den US-Kohorten "Nurses’ Health Study" und „Health Professionals Follow-up Study“ zeigt: Menschen, die täglich moderat koffeinhaltigen Kaffee oder Tee trinken, haben ein geringeres Risiko für Demenz und eine leicht bessere kognitive Leistung. Die Studie verfolgte über 43 Jahre mehr als 130.00 Teilnehmende. Etwa 2 bis 3 Tassen Kaffee oder 1 bis 2 Tassen Tee pro Tag bzw. 300 mg Koffein waren mit dem niedrigsten Demenzrisiko verbunden. Entkoffeinierter Kaffee zeigte keinen Einfluss. Die Schutzwirkung war unabhängig von genetischen Risikofaktoren. Moderater Konsum von koffeinhaltigen Getränken könnte demnach ein alltäglicher Baustein für die Gehirngesundheit sein, wobei weitere Forschung nötig ist, um die genauen Mechanismen zu verstehen.
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  • High- and Low-Fat Dairy Consumption and Long-Term Risk of Dementia - Evidence From a 25-Year Prospective Cohort Study
    (Du, Y. et al., 2026)
    Eine schwedische Langzeitstudie mit rund 27.700 Teilnehmenden über 25 Jahre untersuchte, wie sich der Konsum verschiedener Milchprodukte auf das Demenzrisiko auswirkt. Ergebnis: Wer viel fettreichen Käse oder Sahne aß, hatte ein geringeres Risiko für Demenz insgesamt und für die vaskuläre Form (VaD). Der Effekt auf Alzheimer war besonders bei Personen ohne das Risiko‑Gen APOE ε4 erkennbar. Andere Milchprodukte wie Milch, Butter oder fettarme Varianten zeigten keinen Einfluss. Die Studie deutet darauf hin, dass hochfettreiche Milchprodukte möglicherweise schützende Effekte auf das Gehirn haben könnten, wobei Ursache und Wirkung noch nicht geklärt sind.
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  • High Body Mass Index as a Causal Risk Factor for Vascular-Related Dementia: A Mendelian Randomization Study
    (Nordestgaard, L. T. et al., 2026)
    In diesem Fachartikel wird der Frage nachgegangen, ob ein höherer Body-Mass-Index (BMI) das Risiko für vaskuläre Demenz erhöht. Dazu nutzten die Autor*innen genetische Auswertungen (Mendelian Randomization), die weniger anfällig für Verzerrungen sein sollen als reine Beobachtungsstudien. Die Ergebnisse zeigen: Je höher der BMI, desto höher das Risiko für vaskuläre Demenz. Ein Teil dieses Effekts lässt sich durch erhöhten Blutdruck erklären. Die Autor*innen leiten daraus ab, dass Gewichtsmanagement und Blutdruckkontrolle zentrale Ansatzpunkte für die Prävention vaskulärer Demenz sind.
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Forschung zu Prävention und Therapie der Demenz fördern

  • Levetiracetam prevents Aβ production through SV2a-dependent modulation of APP processing in Alzheimer’s disease models
    (Nalini R. Rao et al., 2026)
    Amyloid-β (Aβ) -Peptide sind ein zentraler Bestandteil der Alzheimer-Krankheit. Sie entstehen durch die Verarbeitung eines Proteins namens APP, das auch in den Bereich der Nervenverbindungen, den sogenannten synaptischen Vesikel, eingreift. In einer Studie an Mäusen zeigte sich, dass sich schadhafte Proteine und Aβ42 an den Verbindungsstellen der Nerven ansammeln. Das Medikament Levetiracetam, das eigentlich gegen Epilepsie eingesetzt wird, konnte in den Tests den Aβ42-Spiegel senken, indem es die Art und Weise änderte, wie APP verarbeitet wird. Dadurch wurde die Ansammlung von schädlichem Amyloid-β verhindert, und der Verlust von Nervenverbindungen konnte reduziert werden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass es möglich sein könnte, die Aβ-Pathologie bereits in einem frühen Stadium zu verhindern, bevor irreversible Schäden im Gehirn auftreten.
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  • The proportion of Alzheimer’s disease attributable to apolipoprotein E
    (Williams, D.M., Heikkinen, S., Hiltunen, M. et al., 2026)
    Das APOE-Gen spielt eine wichtige Rolle im Risiko, an Alzheimer oder anderen Formen von Demenz zu erkranken. Eine neue Studie hat untersucht, wie stark die Varianten des APOE-Gens, insbesondere die Allele ε3 und ε4, zur Entwicklung von Alzheimer beitragen. Anhand von Daten aus Großbritannien und Finnland wurde festgestellt, dass bis zu 92,7% der Alzheimer-Fälle auf diese Gene zurückzuführen sind. Auch die Entstehung von Ablagerungen im Gehirn, die mit Alzheimer zusammenhängen, ist zu einem großen Teil durch diese Gene beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass eine gezielte Behandlung oder Prävention, die auf das APOE-Gen abzielt, eine vielversprechende Strategie zur Vorbeugung von Demenz darstellen könnte
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  • A minimally invasive dried blood spot biomarker test for the detection of Alzheimer’s disease pathology
    (Huber, H.et al., 2026)
    Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Alzheimer‑Erkrankung künftig möglicherweise schon früh und einfach mit einer getrockneten Blutprobe aus Kapillarblut nachweisbar sein könnte. Das Verfahren beruht auf einer internationalen Studie: Mit der Analyse von Biomarkern in einem so gewonnenen Blutstropfen lassen sich charakteristische Alzheimer‑Veränderungen erkennen, bevor klassische bildgebende Verfahren oder Liquor‑Analysen nötig sind. Diese Methode könnte die Diagnostik deutlich zugänglicher und für die Patient*innen weniger belastend machen, da PET‑Scans und Lumbalpunktionen bisher Voraussetzung für eine sichere Diagnose sind.
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Veranstaltungen

  • Jeweils montags 17:30 Uhr bis 19:00, nächste Termine 13. März 2026, 20. April 2026 und 18. Mai 2026
    OnAIR Online-Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Down-Syndrom und Demenz
    Demenz Support Stuttgart, online
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  • 16. und 17. März 2026
    Kongress Armut und Gesundheit 2026 - Was ist uns Chancengerechtigkeit als Gesellschaft wert?
    Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Berlin
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  • 17. März 2026, 18:30 bis 20:00 Uhr
    Experten-Vortrag: Räume, die Halt geben – Wohnen mit Demenz
    Desideria Care e.V., online
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  • 17. bis 21. März 2026
    AD/PD™ 2026 International Conference on Alzheimer’s and Parkinson’s Diseases and related neurological disorders
    Kopenhagen/Dänemark, hybrid
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  • 20. bis 22. März 2026
    Präsenztreffen der Jungen Geriatrie
    DGG, Jena
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  • 23. bis 25. März 2025
    Grand Challenges Conference – Joint Research for Better Futures (unter anderem mit den Themenschwerpunkten Global Health und Social Cohesion)
    TU Berlin, Berlin
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  • Ab 25. März 2026, 8 Wochen lang, jeden Mittwoch von 19:00 bis 21:00 Uhr
    Demenz-Buddies Gruppe
    Desideria Care e.V., online
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  • 9. April bis 11. April 2026
    Jahreskongress der ÖGGG 2026 - "Altsein war gestern, Altwerden ist morgen"
    Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, Wien/Österreich
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  • 14. bis 16. April 2026
    37th Global Conference of Alzheimer’s Disease International
    Alzheimer’s Disease International, Lyon/Frankreich
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  • 21. bis 23. April 2026
    Altenpflege 2026 - Die Leitmesse der Pflegebranche
    Essen
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  • 22. April 2026
    8. Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren
    Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Köln
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  • 25. und 26. April 2026
    Musikpraxis im Fokus: Interdisziplinärer Kongress
    Lebensfreude -Teilhabe - Gemeinschaft: Musizieren für & mit Menschen mit Demenz – Perspektiven für Chöre und Instrumentalensembles
    Bundesmusikverband, Karlsruhe
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  • 28. April 2026
    Nationale Demenzkonferenz: Demenz und Diversität – Vielfalt und Chancengleichheit
    Alzheimer Schweiz, Bern/Schweiz sowie Live-Stream
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  • 11. bis 12. Mai 2026
    1. Exzellenzkongress in der Pflege- und Gesundheitsversorgung
    Unternehmen Sana, Vienna House by Wyndham Andel's Berlin; Landsberger Allee 106, 10369 Berlin
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  •  5. bis 6. Juni 2026
    Bundesfortbildungskongress der Allgemeinmedizin BAM 2026
    DEGAM, Berlin
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  • 8. bis 9. Juni 2026
    4. Bundeskongress "Tag der Regionen: Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten"
    Deutscher Landkreistag, Trier
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  • 5. Juli 2026 bis 8. Juli 2026
    23rd IAGG world congress of gerontology and geriatrics: "Ageing well in a globalised world"
    RAI Amsterdam, Amsterdam/Niederlande
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  • 23. bis 26. September 2026
    Jahreskongress der DGG und der DGGG
    Goethe-Universität Frankfurt am Main
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    Frist zur Einreichung der Beiträge (Deutsch oder Englisch): 13. März 2026

  • 15. bis 16. Oktober 2026
    13. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
    Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, Messe Magdeburg
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  • 27. bis 29. Oktober 2026
    36th Alzheimer Europe conference
    Alzheimer Europe, Dublin
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    Call for Abstracts bis zum 30. April 2026

  • Jederzeit
    Demenz Partner - Webtraining
    Zur Anmeldung

 

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