Newsletter zur Nationalen Demenzstrategie

4. Ausgabe 2025

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Liebe Leser*innen,

von der frühen Demenz-Diagnose und medikamentösen Interventionen in dieser Phase, über den sensiblen Umgang mit Menschen mit Demenz im öffentlichen Raum, Herausforderungen sowohl privat als auch professionell Pflegender bis hin zur Begleitung in der letzten Lebensphase – unser Newsletter im Mai zeigt wieder einmal die Vielfalt, die das Thema Demenz mit sich bringt und die im Netzwerk bearbeitet wird. Ein Netzwerk, das zudem stetig wächst: Wir dürfen mit der Deutschen Gesellschaft für Frontotemporale Degeneration und dem Deutschen Netzwerk Gedächtnisambulanzen zwei neue Mitglieder willkommen heißen und freuen uns auf frische Impulse und anregende Gespräche, zum Beispiel auf der Netzwerktagung im Oktober!

Und auch über die Grenzen Deutschlands und Europas hinweg gibt es stets Neues zu berichten, etwa aus der Ukraine oder Argentinien, sowie neue Studien – unter anderem zum Einfluss von Ernährung oder frühen Traumata auf das Demenzrisiko.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Auch in diesem Jahr ist die Geschäftsstelle Nationalen Demenzstrategie bei der Langen Nacht der Wissenschaften dabei. Kommen Sie uns am 6. Juni ab 17:00 Uhr im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin besuchen! Wir sind mit einigen Stationen des Demenzsimulators/-parcours vor Ort und Astrid Lärm wird Besucher*innen in einem Vortrag über Möglichkeiten der Gesunderhaltung des Gehirns informieren. Eine schöne Gelegenheit, mit vielen Menschen zum Thema Demenz ins Gespräch zu kommen.

Neuigkeiten zur Nationalen Demenzstrategie finden Sie immer auf unserer Website, regelmäßig im Newsletter und kurz und knapp auf LinkedIn und Bluesky.

Viele Grüße
Ihr Team der Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie

 

Inhalt

Willkommen an Bord: Neu im Netzwerk

Deutsche Gesellschaft für frontotemporale Degeneration e.V.

Mehr Sichtbarkeit für Menschen mit Frontotemporaler Demenz (FTD), dies hat sich die Deutsche Gesellschaft für Frontotemporale Degeneration (DGFTD) unter anderem zum Ziel gemacht. Außerdem baut das bundesweit agierende Netzwerk aus FTD-Expert*innen eine Datenbank FTD-sensibler Versorgungsangebote auf, um betroffenen Familien die Suche nach heimatnahen Spezialist*innen zu errleichtern. Wir freuen uns über ein neues Mitglied, das sich für die Belange von Menschen mit FTD einsetzt!
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Deutsches Netzwerk Gedächtnisambulanzen

Deutschlandweit haben sich (aktuell) 73 Gedächtnisambulanzen zum Deutschen Netzwerk Gedächtnisambulanzen (DNG) zusammengeschlossen. Der Schwerpunkt des DNG liegt in der Früherkennung sowie der Primär- und Sekundärprävention von Demenzen, außerdem baut und unterhält es das Patientenregister. Willkommen im Netzwerk!
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Sensibilisierung & Aufklärung

Tipps für Demenznetzwerke: Broschüre bündelt Wissen aus "Lokalen Allianzen"

Die neue Broschüre "Gemeinsam stark – in Demenznetzwerken erfolgreich zusammenarbeiten" zeigt, wie vor Ort Netzwerke aufgebaut werden können, um Menschen mit Demenz und Angehörige zu unterstützen. Sie basiert auf Befunden der vom iso-Institut durchgeführten Evaluation der "Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz" und liefert Praxistipps vom Aufbau bis zur Verstetigung von Allianzen.
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Die Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie bei der Langen Nacht der Wissenschaften

Die Geschäftsstelle ist auch in diesem Jahr Teil der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin. Ein paar Stationen des Demenzsimulators/-parcours machen spürbar, wie sich verschiedene Alltagssituationen für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung anfühlen können. Außerdem gibt Geschäftsstellenleiterin Astrid Lärm in ihrem Vortrag "Demenzprävention: Wie bleibt unser Gehirn gesund?" einen Überblick über die verschiedenen Demenzformen sowie mögliche Ursachen und erste Symptome.
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Allgemeine Gesundheitskompetenz in Deutschland weiterhin niedrig

Aktuelle Daten des RKI-Panels 2024 zeigen: Rund 81 % der Erwachsenen in Deutschland verfügen über eine geringe Gesundheitskompetenz. Besonders Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau sind betroffen. Im Zusammenhang mit Demenz kann dies unter anderem bedeuten, dass Maßnahmen zur Prävention nicht greifen, da den Menschen deren Nutzen zu wenig bewusst ist. Die Ergebnisse verdeutlichen den erheblichen Handlungsbedarf zur Förderung der Gesundheitskompetenz durch strukturelle Maßnahmen und Angebote zur Ermöglichung gesundheitskompetenten Handelns.
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Vorteile von KI in der kommunalen Pflegestrukturplanung

Die Autoren skizzieren in ihrem Beitrag den Weg von einer indikatorenbasierten kommunalen Pflegestrukturplanung hin zu einer agilen, KI-gestützten integrierten Sozialplanung – und zeigen dabei auf, wo bisherige Planungsansätze in Sackgassen führen. KI-basierte Tools könnten künftig durch Mustererkennung und Clusteranalyse großer Datenmengen Unter- und Überversorgung in Echtzeit abbilden, kleinräumige Bedarfsprognosen erstellen und gezielte Prävention im Sozialraum ermöglichen – etwa durch die Identifikation von Risikogruppen für spätere Pflegebedürftigkeit. Besondere Bedarfsgruppen wie Menschen mit Demenz können dabei über populationsbezogene Planungsansätze sichtbar gemacht werden, indem ihre spezifischen Versorgungsbedarfe und Risikomuster systematisch in die KI-gestützte Auswertung von GKV-Daten, MD-Gutachten und kommunalen Sozialdaten einfließen.
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Neues Webangebot für Jugendliche

Wie fühlt sich eine Demenz an? Was mache ich mit meiner Oma, wenn sie Alzheimer hat? Und wie kann ich selbst mit all den Gefühlen umgehen, die eine Demenz in mir auslöst? Vor diesen Fragen stehen Jugendliche, wenn sie mit Demenz in Berührung kommen. Um diese und weitere Fragen zu klären hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) am 20. Mai 2026 die Website www.decode-demenz.de frei geschalten. Die aus einem Beteiligungsprozess mit Jugendlichen entstandene neue Webseite vermittelt Wissen über Demenz und lädt Jugendliche ein, über ihre Gefühle beim Umgang mit Demenz zum Beispiel in der Familie zu reflektieren.
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"MyCareNet" unterstützt Menschen mit Demenz unter 65

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung führt ihr erfolgreiches Demenzprojekt "MyCareNet" zur Unterstützung von Menschen mit Demenz vor dem 65. Lebensjahr und ihren Familien fort. Seit dem Projektstart am 1. April 2021 hat die Stiftung gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IZGS) der Evangelischen Hochschule Hessen ein umfassendes Unterstützungsangebot aufgebaut. Über die Projektseite finden Betroffene und Angehörige gebündelte Informationen, Orientierung sowie konkrete Hilfsangebote. Des Weiteren ist ein interdisziplinäres Netzwerk entstanden, das sich über Hessen hinaus fachlich austauscht und so zur Verbreitung von Wissen, Angeboten und praxisnahem Know-how beiträgt. Auf dieser Grundlage wurden unter anderem Online-Schulungen entwickelt, ein Begleitkonzept für Familien erarbeitet und Handlungsempfehlungen für Akteure im Gesundheitssystem formuliert. Seit April 2026 liegt die Verantwortung für die Fortführung vollständig bei der Hans und Ilse Breuer-Stiftung.
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Ethische Sorge für den ganzen Menschen

Die Deutsche Bischofskonferenz legt mit der "Ethischen Orientierungshilfe zu Advance Care Planning in kirchlichen Einrichtungen und Diensten" einen strukturierten Rahmen für die Begleitung von Menschen am Lebensende vor, der über reine Patientenverfügungen hinausgeht und die gesamte Person mit ihren medizinischen, psychosozialen, seelsorglichen und spirituellen Bedürfnissen in den Blick nimmt. Für Menschen mit Demenz, die im Verlauf ihrer Erkrankung die Einwilligungsfähigkeit verlieren, ist Advance Care Planning in kirchlichen Einrichtungen besonders bedeutsam: Indem Vorsorgeplanung frühzeitig – noch in Phasen erhaltener Urteilsfähigkeit – als beziehungsbasierter Gesprächsprozess unter Einbeziehung von Angehörigen, Betreuenden und Seelsorgern gestaltet wird, können die persönlichen Werte, Ängste und spirituellen Überzeugungen von Menschen mit Demenz dokumentiert und im weiteren Krankheitsverlauf verlässlich zur Geltung gebracht werden.
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Methodenkoffer unterstützt demenzsensibles Musizieren

Musik hilft Menschen mit Demenz in vielen Phasen der Krankheit. Wie sie möglichst lange Teil von Ensembles bleiben und von anderen Aktivitäten der Amateurmusik profitieren können, zeigt der neue Methodenkoffer des BMCO, der auf dem Kongress "Musizieren für und mit Menschen mit Demenz" vorgestellt wurde.
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Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren

Wie Demenzprävention wirksamer gestaltet werden kann, wurde auf der 8. Bundeskonferenz "Gesund und aktiv älter werden" am 22. April 2026 in Köln diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Aufklärung, Versorgung und Präventionsstrategien besser miteinander verzahnen lassen. Die Konferenz zeigte eindrucksvoll, wie wichtig evidenzbasierte, multimodale und individualisierte Ansätze in der Demenzprävention und der Versorgung Betroffener sind. Ebenso wurde deutlich, welches Potenzial in der konsequenteren Nutzung vorhandener Daten und bestehender Strukturen liegt. Die Impulsvorträge, eine Podiumsdiskussion und diverse Fachforen boten vielfältige Perspektiven und praxisnahe Einblicke.
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Hitzeaktionstag – auch Menschen mit Demenz sind vulnerable Gruppe bei Hitzeereignissen

Starke Hitze wird aufgrund des Klimawandels in Europa immer häufiger, gleichzeitig unterschätzen viele Menschen, wie gefährlich ihnen dies werden kann. Menschen mit Demenz sind eine besonders vulnerable Gruppe, da sie beispielsweise – je nach Krankheitsphase – Unterstützung beim regelmäßigen Trinken benötigen. Der Hitzeaktionstag am 11. Juni möchte auf die Gefahren von starker Hitze aufmerksam machen. Auf den Seiten zum Aktionstag finden Interessierte vielfältige Informationen und ein umfangreiches (digitales) Paket zur Öffentlichkeitsarbeit. Wir möchten unsere Netzwerkmitglieder ermuntern, sich am Aktionstag zu beteiligen und dabei besonders die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ins Blickfeld zu rücken!
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Praktische Handlungshilfen für den Umgang mit Menschen mit Demenz im Alltag

Wenn Menschen mit Demenz in Kontakt mit Polizei oder Banken kommen, können anspruchsvolle Situationen entstehen. Fachpersonen stehen dann vor der Aufgabe, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu treffen und gleichzeitig die Selbstbestimmung der Person mit Demenz zu respektieren. Alzheimer Schweiz hat dafür zwei neue Broschüren veröffentlicht: "Die Polizei und Menschen mit Demenz" und "Menschen mit Demenz als Kundinnen und Kunden bei der Bank". Die Faltblätter bieten kompakte Hintergrundinformationen sowie praktische Hinweise für den Berufsalltag. Sie zeigen auf, wie man Menschen mit Demenz am besten begegnet, welche Herausforderungen entstehen können und wie sie respektvoll unterstützt werden können. 
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Pflegende Angehörige

ANNA: Digitaler Wegweiser unterstützt pflegende Angehörige in NRW

Mit "ANNA" wurde im Rahmen des Pflegewegweisers Nordrhein-Westfalen ein digitaler Wegweiser für pflegende Angehörige entwickelt, der Informationen und Unterstützungsangebote zentral bündelt. Nutzer*innen erhalten niedrigschwelligen Zugang zu Beratungsstellen, Alltags- und Entlastungsangeboten sowie praktischen Hilfen für die Organisation von Pflege im häuslichen Umfeld. Ziel ist es, pflegende Angehörige schneller zu passenden Angeboten zu lotsen und die Orientierung im oft unübersichtlichen Pflegesystem zu verbessern.
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AFI bietet Hilfe zur Selbsthilfe

Die Deutsche Alzheimer Forschung Initiative (AFI) hat den Online-Kurs "Hilfe für Pflegende" entwickelt. Dieser soll keine zusätzliche Aufgabe sein, sondern eine Stütze im Alltag. In 12 thematischen Einheiten wird auf Situationen eingegangen, die pflegende Angehörige täglich beschäftigen: von typischen Herausforderungen im Umgang mit Menschen mit Demenz bis hin zu Fragen rund um die eigene Gesundheit pflegender Angehöriger. Die Inhalte werden bequem und kostenlos per E-Mail zugestellt, sodass Interessierte sie in ihrem eigenen Tempo lesen und bearbeiten können.
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Erwerbstätige Pflegende nutzen Entlastungsangebote selten

59 % der pflegenden Angehörigen in Deutschland sind einer aktuellen Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zufolge erwerbstätig – davon arbeiten 31,3 % in Vollzeit und 27,7 % in Teilzeit. Rund 55 % der Befragten gaben an, ausschließlich Pflegegeld zu beziehen und keine weiteren pflegerischen Unterstützungsleistungen. Die Organisation der Pflege erfolgt überwiegend eigenständig durch die Angehörigen. 37,8 % nutzen Verhinderungs-, Urlaubs- bzw. Ersatzpflege (Anspruch besteht bei Krankheit oder Urlaub der Hauptpflegeperson). Auf die Kurzzeitpflege entfallen 12 % und auf die Tagespflege in einer Einrichtung 8 %. Zwar wurden keine konkreten Zahlen zu pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz erhoben, es ist jedoch davon auszugehen, dass auch in dieser Untergruppe viele Personen zu den 40 % der von Pflege hochbelasteten gehören.  
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Medizinische Versorgung und Pflege

"Dortmunder Weg" setzt Impuls für die Altenpflege

Die Caritas Dortmund hat gemeinsam mit dem Canisius Campus das Traineeprogramm "Dortmunder Weg" gestartet, um die Altenpflege gezielt zu stärken und den Berufseinstieg junger Pflegefachkräfte zu begleiten. Im Mittelpunkt stehen die fachliche Vertiefung und Praxisanleitung, etwa in der Versorgung von Menschen mit Demenz, der Mobilitätsförderung und der palliativen Begleitung. Ziel des Programms ist es, die Langzeitpflege als anspruchsvolles Berufsfeld zu profilieren und die Qualität der Versorgung langfristig zu sichern, insbesondere auch in der demenzbezogenen Pflege.
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Schutz vor Gewalt in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten

Der Qualitätsausschuss Pflege hat bundeseinheitliche Empfehlungen zur Förderung des Gewaltschutzes in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten beschlossen, die als praxisnahes Nachschlagewerk für Pflegekräfte, Leitungspersonal, Angehörige und Betroffene dienen. Die Empfehlungen zielen darauf ab, den professionellen Umgang mit Gewalt im Pflegealltag zu stärken und sowohl pflegebedürftige Menschen als auch Mitarbeitende besser zu schützen. Dies ist auch für die Versorgung von Menschen mit Demenz von besonderer Bedeutung: Die Studie „Aggression und Gewalt in der informellen Pflege" (2018) des Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigte, dass Gewalt häufiger gegen pflegebedürftige Menschen mit Demenz ausgeübt wird und häufiger durch Pflegende, die über psychische Belastungen und fehlende Zeit berichten – ein Befund, der unterstreicht, wie wichtig strukturierte Gewaltschutzprozesse gerade für diese besonders vulnerable Gruppe sind. Das ZQP hat vor diesem Hintergrund einen Praxisleitfaden für Gewaltschutzkonzepte in Pflegeheimen entwickelt, der dabei helfen soll, Risiken für Gewalt in Pflegeorganisationen zu erkennen und Maßnahmen zur Prävention nachhaltig umzusetzen
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Forschung zu Demenz und Hirngesundheit

Auftakt für die Europäische Partnerschaft für die Gesundheit des Gehirns

Zum offiziellen Start der neuen Forschungsinitiative "European Partnership for Brain Health" (EP BrainHealth) kamen die Akteure am 18. Mai 2026 in Paris zusammen. Insgesamt 64 Ministerien und andere Organisationen aus 36 Ländern sowie die EU-Kommission bündeln in der auf zehn Jahre angelegten Forschungsförderallianz ihre Ressourcen. Mit einem Gesamtbudget von knapp 500 Millionen Euro ist die EP BrainHealth eine der derzeit größten Hirnforschungsinitiativen weltweit. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist mit bis zu 48 Millionen Euro beteiligt. Zudem hat Deutschland die Koordination der Partnerschaft übernommen und trägt damit besondere Verantwortung für dieses wichtige Forschungsgebiet. Ziel der am 1. Januar 2026 gestarteten EP BrainHealth ist es, die Forschung zu neurologischen, neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen länder- und disziplinenübergreifend besser aufeinander abzustimmen. Die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen schneller in eine verbesserte Vorbeugung, Diagnostik und Therapie überführt werden, die den Menschen in Europe und darüber hinaus zugutekommen.
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Politik für Menschen mit Demenz

Hessen erweitert Unterstützung im Alltag für Pflegebedürftige

Die hessische Landesregierung plant eine Anpassung der Pflegeunterstützungsverordnung (PfluV), um Pflegebedürftigen – unter anderem Menschen mit Demenz – und ihren Angehörigen künftig mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote im Alltag zu ermöglichen. Vorgesehen sind unter anderem eine Erweiterung der zugelassenen Anbieter, flexiblere Vergütungs- und Qualifikationsregelungen sowie vereinfachte Anerkennungsverfahren. Ziel ist es, häusliche Pflege zu stärken, Angehörige zu entlasten und die Versorgung insgesamt flexibler und zugänglicher zu gestalten.
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Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hat eine neue Landeszentrale zur Stärkung der sozialräumlichen Seniorenarbeit geschaffen. Die Landeszentrale "Daheim und füreinander" wurde im Rahmen des Treffens des Landesnetzwerks "Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz" einem Fachpublikum aus Fachkräften und Ehrenamtlichen aus Kommunen, Wohlfahrtsverbänden sowie Anlaufstellen für ältere Menschen präsentiert. Ziel der Landeszentrale ist es ist es, Kommunen, Initiativen und Ehrenamtliche dabei zu unterstützen, sorgende Gemeinschaften weiterzuentwickeln und Teilhabe im Alter zu sichern. Sorgende Gemeinschaften kommen dabei auch Menschen mit Demenz zugute, denn ein vielfältiges Netz erleichtert den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit, was dem Wunsch vieler Menschen mit Demenz entspricht.
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Was gebraucht wird, um Menschen mit Demenz mit KI zu unterstützen

Auf der re:publica 2026 diskutierten Sven Paul (BMBFSFJ) und Prof. Dr. Silke Schicktanz (Universitätsmedizin Göttingen), warum das Potenzial von KI zur Alltagsunterstützung bei Demenz in Deutschland bislang kaum genutzt wird. Im Mittelpunkt standen strukturelle und ethische Voraussetzungen, unter denen digitale Assistenzsysteme kognitive Einschränkungen kompensieren und soziale Teilhabe fördern können. Die Referierenden sprachen sich für eine transdisziplinäre Zusammenarbeit aus Technikentwicklung, Versorgungsforschung und Gesellschaftspolitik aus und stellten ein Policy Paper vor, in dem Handlungsempfehlungen hergeleitet werden, wie das Potential von Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit Demenz besser genutzt werden kann. Der Vortrag ist auf YouTube zum Nachhören eingestellt.
Reinschauen

Mitmachen

Forschungspreis für Seltene Erkrankungen

Die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung schreibt den 19. Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen aus – dotiert mit 50.000 Euro. Bewerbungsschluss ist der 12. Juli 2026. Auch Forschende, die zu seltenen Demenzformen, beispielsweise genetisch bedingten Frühformen oder Kinderdemenz (NCL) arbeiten, können sich bewerben. Antragsformulare und weitere Informationen sind auf der Website der Stiftung verfügbar.
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Publikationspreise für herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung schreibt ihre Publikationspreise 2026 für herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen in der Demenzforschung aus – Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026. Neu ist ab 2026 eine geteilte Preisstruktur mit je einem Best Paper Award für Grundlagenforschung und Versorgungsforschung, wobei in jeder Kategorie die drei besten Arbeiten mit 4.000, 3.000 bzw. 2.000 Euro ausgezeichnet werden. Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einem der zehn DZNE-Standorte; Publikationen können per E-Mail eingereicht werden.
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Mitmachen noch möglich:

Sehen, Hören, Lesen

Café-Besuch für alle – neuer Film sensibilisiert für Menschen mit Demenz im öffentlichen Raum

Wie können wir Menschen mit Demenz im Alltag besser unterstützen? Der neue Film "Damit der Cafébesuch nicht zum Stressfaktor wird" der Initiative Demenz Partner der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zeigt, wie schon mit etwas mehr Wissen und Verständnis Teilhabe gelingen kann – sowohl zuhause als auch in der Öffentlichkeit.
Sehen

Eine Demenz nimmt die Worte, aber nicht die Möglichkeit, sich zu begegnen

In der neuen Podcastfolge Leben.Lieben.Pflegen. ist Gerontologin, Musiktherapeutin und Sozialpädagogin Dr. Astrid Steinmetz zu Gast. Sie hat das Trainingsprogramm "Kommunikation ohne Worte" (KoW) entwickelt, an dem über 25.000 Pflegende teilgenommen haben. Im Podcast spricht sie mit Host Peggy Elfmann darüber, wie Verbindung auch dann gelingen kann, wenn das Sprechen kaum noch funktioniert, wie sich die Wahrnehmung und Verarbeitung durch eine Demenz verändern kann und wie das die Kommunikation beeinflusst. Steinmetz erklärt unter anderem, welche Rolle die Hände und Atmung spielen, was hinter stereotypen Verhaltensweisen wie Rufen oder Nesteln stecken kann und wie Nähe, Verständnis und Dialog auch nonverbal entstehen können.
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Menschen mit Demenz sind immer noch Menschen

Wie können wir dem Thema Demenz den Schrecken nehmen? Wie daran wachsen? Und wie lässt sich Menschen mit Demenz ein schönes, würdevolles Leben schenken? Diese Fragen beantwortet Sarah Straub in einer Episode des Podcasts „Die Blaue Couch“. Sie leitet die Demenzsprechstunde am Universitätsklinikum Ulm, war selbst pflegende Angehörige ihrer an Demenz erkrankten Großmutter und kennt Herausforderungen und Lösungswege im Umgang mit Demenz.
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Über den Tellerrand

GeDIG-Gesetz soll digitale Transformation im Gesundheitswesen vorantreiben

Der Referentenentwurf für ein Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) zielt auf den weiteren Ausbau eines digitalen, datengestützten Gesundheits- und Versorgungssystems in Deutschland ab. Mit dem GeDIG sollen Mehrwerte der Digitalisierung für Versicherte und Leistungserbringer*innen in die Versorgung gebracht werden. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA), die Stärkung der Telematikinfrastruktur, die Einführung neuer digitaler Versorgungs- und Kommunikationsangebote sowie der Ausbau interoperabler Datenstrukturen. Zudem sollen Gesundheitsdaten stärker für Versorgung, Forschung und Innovation nutzbar gemacht und europäische Vorgaben wie der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) umgesetzt werden.
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Zucker, Prävention und Demenzrisiko im Fokus der Gesundheitspolitik

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert die Einführung einer Zuckersteuer, um ernährungsbedingte chronische Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas stärker zu bekämpfen und die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren. Darüber sprechen DKG-Vorstand Dr. Gerald Gaß und Dr. Chris Methmann, Geschäftsführer von foodwatch, in Folge 41 des Podcasts "Krankenhäuser im Dialog".
Im gesundheitlichen Kontext ist ein hoher Zuckerkonsum auch für die Gehirngesundheit relevant. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können Gefäße im Gehirn schädigen, Ablagerungen fördern und die Durchblutung beeinträchtigen. Dadurch steigt das Risiko für kognitive Einschränkungen und insbesondere für eine vaskuläre Demenz, die nach Alzheimer die zweithäufigste Demenzform darstellt. Auch die Deutsche Hirnstiftung und die DGN unterstützen daher die politische Forderung, eine Steuer auf besonders zuckerhaltige Getränke zu erheben.
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Internationale Meldungen

  • Alzheimer’s Disease Atlas zeigt globale Forschungs- und Versorgungslandschaft
    Auf der ADI2026-Konferenz wurde der neue Alzheimer’s Disease Atlas vorgestellt. Die Website www.ad-atlas.org ist ein weltweit einzigartiges, interaktives und datenbasiertes Angebot, das einen Überblick über die Auswirkungen von Demenz und Alzheimer-Erkrankung rund um den Globus bietet. Sie kartiert die globale Landschaft der Alzheimer-Krankheit – von Gesundheitsinfrastrukturen bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen – und stellt datenbasierte Einblicke bereit, um die weltweite Situation besser zu verstehen und einzuordnen.
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  • Vielfalt und Chancengleichheit im Zentrum
    Die neue Ausgabe der "auguste", der Mitgliederzeitschrift von Alzheimer Schweiz, zeigt wie vielfältig die oft so homogen betrachtete Gruppe der "Menschen mit Demenz" ist. Die Beiträge zeigen, warum Frauen häufiger erkranken und später diagnostiziert werden, welche Hürden Menschen mit Migrationserfahrung oder mit Behinderung im Alltag und im Gesundheitssystem erleben und wie Fachpersonen und Menschen mit Demenz neue Wege gehen, damit Teilhabe nicht vom Lebenslauf abhängt. 
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  • PREDICTOM: Alzheimer-Früherkennung künftig von zu Hause aus möglich?
    Das europäische Forschungsprojekt PREDICTOM entwickelt neue digitale Verfahren zur frühen Alzheimer-Erkennung direkt von zu Hause aus. Über Online-Tests, Hör- und Augenbewegungsanalysen sowie Speichel- und Fingerblutproben sollen mithilfe von KI frühe Hinweise auf Alzheimer erkannt werden, noch bevor Symptome auftreten. Nur Personen mit erhöhtem Risiko werden anschließend zu weiterführenden Untersuchungen eingeladen. Ziel ist eine niedrigschwellige, skalierbare Früherkennung von Demenz im Alltag. Das PREDICTOM-Konsortium umfasst 30 Partner aus 15 Ländern, die Industrie, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Krankenhäuser repräsentieren.
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  • Mercosur fordert Zusammenarbeit bei Demenzpolitik
    Das Parlament des Mercosur (PARLASUR) hat im April 2026 in einer Erklärung gefordert, gesundheitspolitische Maßnahmen  zum Umgang mit Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen und die regionale Zusammenarbeit zu einem gemeinsamen Anliegen zu machen – zum Zweck der Verbesserung der Frühdiagnostik, der Risikoreduktion sowie der Unterstützung für pflegende Angehörige. Die Initiative, die auf den Erfahrungen des Alzheimer-Programms der Provinz Tucumán in Argentinien fußt, begreift Demenz ausdrücklich als sowohl gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche als auch menschenrechtliche Herausforderung. Sie ruft zur Kooperation mit der Pan American Health Organization (PAHO)/WHO und Alzheimer's Disease International auf und legt den Grundstein für ein mögliches regionales Programm und einen Beratungsmechanismus für Demenzpolitik in den Mercosur-Mitgliedstaaten.
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  • Alzheimer Europe
    Neues EU-Projekt stärkt Unterstützung für Menschen mit seltenen Demenzformen
    Im April 2026 startete das EU-geförderte Forschungsprojekt ENSURED, das sich mit den bislang unzureichend erforschten sozialen Bedürfnissen von Menschen mit selteneren Demenzformen – darunter frontotemporale Demenz, Lewy-Body-Demenz und vaskuläre Demenz – in mittleren bis fortgeschrittenen Krankheitsstadien befasst. Das Projekt, koordiniert von der Universität Maastricht, vereint fünf Partner aus den Niederlanden, Irland, Deutschland, der Türkei und Polen sowie Alzheimer Europe als koordinierende Stelle für die Einbeziehung von Betroffenen. Ziel ist es, durch digitale Monitoring-Tools, ein intersektionales Forschungsdesign und die aktive Beteiligung von Menschen mit seltenen Demenzen auch in fortgeschrittenen Stadien praxistaugliche Empfehlungen für eine gerechtere und personenzentrierte Versorgung zu entwickeln.
    Ukraine verabschiedet ersten nationalen Demenz-Aktionsplan
    Das ukrainische Ministerkabinett hat erstmals einen nationalen Aktionsplan für die Jahre 2026–2028 beschlossen, um die Versorgung von Menschen mit Demenz zu verbessern. Der Plan umfasst Maßnahmen zur Prävention, Früherkennung, Behandlung sowie medizinischen, sozialen und psychosozialen Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen. Ziel ist ein integriertes Versorgungssystem, das Gesundheits- und Sozialleistungen besser verknüpft und den Zugang zu Versorgung langfristig stärkt.
    "Dementia Research, Participation and Data Sharing in Europe"
    Alzheimer Europe hat einen neuen Bericht zur Teilnahme an der Demenzforschung und zum Datenaustausch in Europa veröffentlicht, der auf einer Literaturrecherche, einer europaweiten Bevölkerungsumfrage sowie Konsultationen mit Menschen mit Demenz, Forschenden und Regulierungsbehörden basiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen grundsätzlich bereit sind, an Demenzforschung teilzunehmen, dass jedoch mangelnde Bekanntheit von Forschungsmöglichkeiten, praktische Hürden sowie Unsicherheiten beim Datenschutz wesentliche Hindernisse darstellen. Der Bericht enthält Empfehlungen, um die Forschungsbeteiligung von Menschen mit Demenz zu stärken und den verantwortungsvollen Datenaustausch zu fördern – darunter mehr Transparenz, bessere Zugänglichkeit und ein stärkeres Vertrauensverhältnis zwischen Forschenden und Menschen mit Demenz.

Neue wissenschaftliche Publikationen

Risiken von Demenzerkrankungen reduzieren

  • Life-Course Psychosocial Stress and Risk of Dementia and Stroke in Middle-Aged and Older Adults
    (Chen et al., 2026)
    Eine aktuelle Kohortenstudie aus China mit über 11.000 Teilnehmenden zeigt, dass belastende Erfahrungen in Kindheit und im Erwachsenenalter das Risiko für Demenz und belastende Erfahrungen im Erwachsenenalter zudem das Schlaganfallrisiko erhöhen. Depressionen spielten dabei eine teilweise vermittelnde Rolle. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung früher psychosozialer Unterstützung und Förderung  mentaler Gesundheit zur Prävention neurovaskulärer Erkrankungen.
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  • Adherence to the MIND diet and longitudinal brain structural changes over a decade: evidence from the Framingham heart study offspring cohort
    (Hui Chen et al., 2026)
    Eine stärkere Orientierung an der sogenannten MIND-Diät (eine Kombination aus mediterraner Ernährung und blutdrucksenkender DASH-Diät mit Fokus auf hirngesunde Lebensmittel wie Gemüse, Beeren, Vollkorn und Nüsse etc.) war mit einem langsameren Abbau von Gehirnsubstanz im Alter verbunden. Besonders der Verlust grauer Substanz sowie altersbedingte Veränderungen der Hirnstruktur traten bei Personen mit hoher MIND-Diät-Treue langsamer auf. Dies konnten Forschende anhand der Daten einer Langzeitstudie aus den USA nachweisen. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Gehirngesundheit leisten könnte.
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  • Risk factors for early-onset and late-onset dementia: a prospective cohort study
    (Giorgio et al., 2026)
    Laut einer gepoolten Analyse mehrerer großer Kohortenstudien aus den USA und Großbritannien ist eine früh auftretende Demenz (vor dem 65. Lebensjahr) eng mit verschiedenen modifizierbaren Risikofaktoren verbunden. Dazu zählen insbesondere niedrige Bildung, Depression, Diabetes, Rauchen, körperliche Inaktivität sowie Übergewicht. Die meisten dieser Faktoren hatten einen stärkeren Zusammenhang mit früher Demenz als mit Demenz im höheren Alter. Die Ergebnisse unterstreichen damit die Bedeutung gezielter Prävention zur Reduktion vermeidbarer Risikofaktoren über den Lebensverlauf.
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Beratung und Begleitung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen verbessern

  • Does Early or Timely Diagnosis Benefit People with Dementia and Their Carers? A Systematic Review
    (Hicks et al., 2026)
    Eine systematische Übersichtsarbeit zu Studien aus Europa und den USA untersuchte die Auswirkungen einer frühen bzw. rechtzeitigen Demenzdiagnose im Vergleich zu einer späteren Diagnose. Eingeschlossen wurden Daten von über 37.000 Menschen mit Demenz sowie mehr als 1.400 Angehörigen. Die Ergebnisse zeigen ein uneinheitliches Bild. Während eine Studie eine mögliche Reduktion der Sterblichkeit bei früher Diagnose fand und Angehörige bei einer als "zu spät" empfundenen Diagnose stärker belastet waren, zeigten sich insgesamt keine klaren Unterschiede bei Krankheitsverlauf, Hospitalisierungen oder kognitivem Abbau. Insgesamt bleibt die Evidenz für klare Vorteile einer frühen oder „rechtzeitigen“ Demenzdiagnose bislang begrenzt und methodisch uneinheitlich.
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Forschung zu Prävention und Therapie der Demenz fördern

  • The role of frailty and comorbidities in severe infections and the risk of dementia: a prospective, multicohort, observational study
    (Sipilä et al., 2026)
    Eine prospektive Langzeitstudie mit Daten mehrerer Kohorten aus Großbritannien zeigt: Schwere Infektionen, die eine Krankenhausbehandlung erfordern, sind mit einem erhöhten Demenzrisiko verbunden, unabhängig von Gebrechlichkeit, Vorerkrankungen oder anderen altersbedingten Erkrankungen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Infektionen selbst ein relevanter Risikofaktor für Demenz sein könnten und weitere Forschung zu präventiven Maßnahmen notwendig ist.
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  • Amyloid‐beta‐targeting monoclonal antibodies for people with mild cognitive impairment or mild dementia due to Alzheimer’s disease
    (Nonino et al., 2026)
    Ein aktuelles systematisches Review liefert eine Meta-Analyse von 17 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 20.342 Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz bei Alzheimer-Erkrankung und untersuchte die Wirksamkeit von neun Anti-Amyloid-Antikörpern (darunter Lecanemab und Donanemab). Die Autor*innen kommen zu dem Schluss, dass diese Medikamente nach 18 Monaten Behandlung wahrscheinlich kaum einen klinisch bedeutsamen Effekt auf Kognition, Alltagsfunktion oder Demenzverlauf haben, jedoch das Risiko von Hirnödemen und Mikroblutungen erhöhen. Die erfolgreiche Entfernung von Amyloid aus dem Gehirn scheint demnach nicht mit klinisch relevanten Verbesserungen verbunden zu sein. Künftige Forschung zu krankheitsmodifizierenden Therapien solle sich deshalb auf andere Wirkmechanismen konzentrieren.
    Eine ausführliche Einordnung der Studienlage findet sich auch in der Bewertung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).
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  • Temporal incidence and impact of dementia in rheumatoid arthritis: a cohort study
    (Chan et al., 2026)
    Eine große populationsbasierte Langzeitstudie mit über 14.000 Patient*innen mit rheumatoider Arthritis (RA) und rund 33.000 Personen in der Kontrollgruppe untersuchte den Zusammenhang zwischen chronischer Entzündung und Demenzrisiko. Die Studienergebnisse belegen, dass sich die Demenzinzidenz sowie die Mortalitätsraten nicht wesentlich zwischen beiden Gruppen unterschieden. Auch über einen Beobachtungszeitraum von fast 30 Jahren blieb kein signifikanter Unterschied bestehen. Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass rheumatoide Arthritis keinen relevanten Einfluss auf die Häufigkeit oder den Verlauf von Demenz hat.
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Veranstaltungen

  •  5. Juni 2026, 10:00 bis 11:15 Uhr
    Diskussionsveranstaltung zur Stellungnahme "Datengetriebene Demenzprävention" der Wissenschaftsakademien
    Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie, online/Zoom
    Zur Veranstaltungs-Website

  • 6. Juni 2026, 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
    Lange Nacht der Wissenschaften – Vortrag „Demenzprävention: Wie bleibt unser Gehirn gesund?“ und Demenzsimulator
    Deutsches Zentrum für Altersfragen zu Gast in der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin
    Zur Veranstaltungs-Website

  • 8. bis 9. Juni 2026
    4. Bundeskongress "Tag der Regionen: Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten"
    Deutscher Landkreistag, Trier
    Zur Veranstaltungs-Website

  • 23. und 24. Juni 2026
    Fachkongress Das Altersheim kann warten – KI und sorgende Gemeinschaften
    Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen BAG LSV e.V., Berlin
    Zur Veranstaltungs-Seite

  • 23. bis 25. Juni 2026
    Hauptstadtkongress
    WISO S.E., Berlin
    Zur Veranstaltungs-Website

  • 5. bis 8. Juli 2026
    23rd IAGG world congress of gerontology and geriatrics: "Ageing well in a globalised world"
    RAI Amsterdam, Amsterdam/Niederlande
    Zur Veranstaltungs-Website

  • 7. Juli 2026, 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr
    Internationale Fachtagung Community Health Nursing: Primärversorgung stärken – Impulse für ein modernes Gesundheitssystem
    Robert Bosch Stiftung, Berlin
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  • 23. bis 26. September 2026
    Jahreskongress der DGG und der DGGG
    Goethe-Universität Frankfurt am Main
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  • 5. und 6. Oktober 2026
    Netzwerktagung 2026: Nationale Demenzstrategie Was wirkt – was zählt – was folgt?
    Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie
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  • 15. bis 16. Oktober 2026
    13. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
    Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, Messe Magdeburg
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  • 27. bis 29. Oktober 2026
    36th Alzheimer Europe conference
    Alzheimer Europe, Dublin
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  • 12. und 13. November 2026
    Deutscher Pflegetag
    DPSG Deutscher Pflegetag, Berlin
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  • 15. Dezember 2026,10:00 bis 11:00 Uhr
    "Von der Demenzprävention zu Brain Health – was wir wissen, wo wir stehen und wo es hingeht?"
    Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern, Online
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  • Jederzeit
    Demenz Partner - Webtraining
    Zur Anmeldung

 

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