Startschuss zur Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. © Mike Auerbach

Die Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie ist gestartet. Bei einer digitalen Veranstaltung im Bundesfamilienministerium unterzeichneten Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und 57 Partnerinnen und Partner die Nationale Demenzstrategie.

Damit haben sich alle wichtigen Akteure auf die Umsetzung der insgesamt 162 beschlossenen konkreten Maßnahmen verpflichtet. Ziel ist, dass Menschen mit Demenz Teil der Gesellschaft bleiben können und ein offenes Klima für den Umgang mit dieser Erkrankung geschaffen wird. 1,6 Millionen Menschen sind hierzulande von der Krankheit betroffen, im Jahr 2050 könnte die Zahl schon bei etwa 2,8 Millionen Menschen liegen.

Die Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie (NDS) wird begleitet von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis, das die Initiative „Teamgeist für Menschen mit Demenz“ trägt. Ziel ist ein neues Bewusstsein in allen Bereichen des Lebens, soziale Unterstützungsnetzwerke vor Ort, gute medizinische Versorgung und erstklassige Forschung. Getragen wird die Initiative durch unterschiedlichste gesellschaftliche Akteure. Um den öffentlichen Verkehr demenzfreundlicher zu machen, beteiligen sich die Deutsche Bahn (DB), die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und auch die Regensburger Stadtwerke, weitere sollen folgen. Die mehr als 27 Millionen Mitglieder in knapp 90.000 Turn- und Sportvereinen will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erreichen, um die Vereinsstrukturen demenzfreundlicher zu machen.

Mit der Bundestrainerin der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft, Martina Voss-Tecklenburg, ist auch der Deutsche Fußballbund vertreten. Die Supermarktketten „Netto Marken-Discount“ und „Alnatura“ bringen sich ein, indem sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den Umgang mit Menschen mit Demenz im Alltag aufklären. Die katholische und die evangelische Kirche machen sich auf den Weg, ihre Strukturen vor Ort demenzfreundlicher zu gestalten. Der Deutsche Kulturrat wirbt dafür, Museen, Konzerte und Veranstaltungen für Menschen mit Demenz zu öffnen und gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) soll die Ärzteschaft in die Umsetzung der Strategie einbezogen werden. 

Zur vollständigen gemeinsamen Pressemitteilung von BMFSFJ, BMG und BMBF

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