Ausbau eines nationalen Netzwerks zur Demenzversorgungsforschung

Eine Pflegekraft stellt einen Teller vor einer älteren Frau auf den Tisch

In der Nationalen Demenzstrategie wurde bis Ende 2024 der Auf- und Ausbau eines nationalen Netzwerks zur Demenzversorgungsforschung vereinbart. In einer Auftaktveranstaltung zur Netzwerkgründung im November sollen Ziele, Strukturen und weitere wichtige Voraussetzungen für das "Translationale Netzwerk für Demenz-Versorgungsforschung" (TaNDem) vorgestellt werden.

Für die Entwicklung erfolgreicher und effizienter Versorgungsmodelle für Menschen mit Demenz und deren Angehörige sind dauerhafte und tragfähige Strukturen des Austauschs zwischen der Wissenschaft, der Versorgungspraxis und den Betroffenen wichtig. Bislang fehlt es allerdings an diesen Strukturen. Die Akteure der Nationalen Demenzstrategie haben sich daher zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu schließen und bis Ende 2024 ein nationales Netzwerk der Demenzversorgungsforschung aufzubauen und weiterzuentwickeln. Diese Maßnahme wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) umgesetzt – dabei werden bundesweit zahlreiche Akteure aus der Versorgungsforschung und -praxis sowie Menschen mit Demenz und Angehörige aktiv und auf Augenhöhe einbezogen. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert dieses Netzwerk ergänzend auf Forschungsprojektbasis und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterstützt es durch das Einbringen von Expertise.

Welches Ziel verfolgt ein nationales Netzwerk für Demenzversorgungsforschung?

Das Netzwerk soll Ressourcen und Kompetenzen in der Demenzversorgungsforschung bundesweit bündeln und den Austausch zwischen allen beteiligten Akteuren intensivieren. Dadurch können Forschende Fragestellungen und Probleme aus der Praxis schneller untersuchen und wissenschaftlich fundierte Lösungswege generieren. Gleichzeitig können Akteure, die an der Versorgung von Menschen mit Demenz beteiligt sind, auf wissenschaftliche Erkenntnisse zugreifen, die für ihre Arbeit wichtig sind. Dadurch kann das Netzwerk zur Verbesserung der aktuellen Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen beitragen. Das Netzwerk wird aktuell in sieben Regionen um DZNE Standorte mit Beteiligung der Universitätskliniken und unter Einbeziehung einer Vielzahl von Akteuren aus der Versorgungsforschung und -praxis sowie von Betroffenen/ Patientenvertretungen aufgebaut. Langfristig soll dieses Netzwerk unter Einbeziehung weiterer außeruniversitärer und universitärer Partner ausgebaut werden.

Wie geht es weiter?

Das DZNE lädt am 18. November 2021 von 10:00 bis 15:00 Uhr zu einer hybriden Auftaktveranstaltung des Netzwerks ein. In einer Plenarsitzung werden Bedarfe und Erwartungen erörtert und benötigte Strukturen und Prozesse sowie die inhaltliche Ausgestaltung des Netzwerks dargestellt. Anschließend werden in fünf Parallelsitzungen mit verschiedenen Impulsen zu Forschungsschwerpunkten Vorträge und Diskussionsrunden stattfinden. Weitere Informationen zu den Themen der Sessions sowie den Referentinnen und Referenten können dem Programm der Veranstaltung entnommen werden. Der erste Teil der Veranstaltung kann hier live mitverfolgt werden. Zu den im Anschluss stattfindenden Parallelsessions können Sie sich hier anmelden.

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