Paus und Lauterbach ziehen "Halbzeitbilanz" und rufen zu Entstigmatisierung von Demenz auf

Zum Start der diesjährigen Woche der Demenz rufen Bundesseniorenministerin Lisa Paus und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gemeinsam dazu auf, Menschen mit Demenz nicht zu stigmatisieren. Gleichzeitig stellen sie mit der Broschüre "Gemeinsam für Menschen mit Demenz" einen Zwischenstand der Nationalen Demenzstrategie vor.

Nach drei Jahren ist die "Halbzeit" der Nationalen Demenzstrategie erreicht. Pünktlich zur Woche der Demenz legen Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Prof. Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit mit der Broschüre "Gemeinsam für Menschen mit Demenz - Zur Halbzeit der Nationalen Demenzstrategie" einen Zwischenstand zur bisherigen Umsetzung der Strategie vor.


Lisa Paus
"Bundesweit gibt es inzwischen mehr lokale Hilfe- und Unterstützungsnetzwerke für Menschen mit Demenz. Es wurden Sport-, Kultur- und Bildungsangebote für Betroffene entwickelt und die Informationsangebote für Angehörige kontinuierlich ausgebaut. Wir stehen an der Seite der Betroffenen und Angehörigen"


Karl Lauterbach
"Mit dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz haben wir Leistungsverbesserungen für Pflegebedürftige und deren Angehörigen durchgesetzt und die finanziellen Belastungen begrenzt. Große Hoffnung setze ich auf die Alzheimer- und Demenz-Forschung. Hier Durchbrüche zu erzielen, wäre ein Segen für unsere alternde Gesellschaft. Mit einem Medizinforschungsgesetz werden wir die Voraussetzungen für klinische Studien auch für Demenzforschung entscheidend verbessern."


In der Broschüre werden die Arbeit und Fortschritte der nationalen Demenzpolitik zusammengefasst und Ziele, Projektergebnisse und Akteure aus der Strategie vorgestellt werden. Zudem gibt es einen Ausblick auf die kommenden drei Jahre.

Gleichzeitig rufen sie gemeinsam dazu auf, Betroffene nicht zu stigmatisieren:


Karl Lauterbach
"Eine Demenz kann das Leben von Erkrankten und Angehörigen in den Grundfesten erschüttern. Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Betroffenen als Teil der Gesellschaft zu verstehen und gute Versorgungsangebote zu machen."


Lisa Paus
"Nach wie vor gibt es Vorurteile und Unsicherheiten im Umgang mit Demenz und Alzheimer. Für Betroffene bedeutet das eine doppelte Belastung. Ich bin froh, dass wir mit der Demenzstrategie ein starkes Bündnis haben, das dafür sorgt, dass offen über Demenz gesprochen wird, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gesehen und die Lebensbedingungen für betroffene Menschen verbessert werden."


Zur Woche der Demenz rund um den Welt-Alzheimertag am 21. September sind vielfältige Aktionen geplant, in denen über die Krankheit informiert und auf ihre Folgen aufmerksam gemacht wird.

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