Startschuss für das neue Netzwerk zur Demenzversorgungsforschung TaNDem

Am 18. November 2021 startete das "Translationale Netzwerk für Demenz-Versorgungsforschung" (TaNDem) mit einer hybriden Auftaktveranstaltung in Bonn. Initiatorinnen und Initiatoren des Netzwerks stellten dessen Aufbau, Ziele und Inhalte vor. Anschließend konnten sich die Teilnehmenden in fünf Workshops zu demenzspezifischen Themen austauschen.

In der Nationalen Demenzstrategie wurde vereinbart, die Forschung zur Demenzversorgung zu stärken, indem Strukturen für eine regelhafte Zusammenarbeit zwischen Forschung, Versorgungspraxis und Menschen mit Demenz und deren Angehörigen geschaffen werden. Diese Lücke soll das TaNDem jetzt schließen. Das vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ins Leben gerufene Netzwerk soll Wissen und Forschungsvorhaben der Demenzversorgungsforschung bündeln und zugänglich machen. Am 18. November 2021 wurde das TaNDem in einem virtuellen Auftakt mit Gründerinnen und Gründern des Netzwerkes vorgestellt.

Auf Begrüßungsworte des wissenschaftlichen Vorstands und Vorstandsvorsitzenden des DZNE Professor Pierluigi Nicotera, der Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz Sabine Jansen sowie Anna Wieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung folgten drei Vorträge, die die Entwicklung, Strukturen und Ziele des Netzwerkes umrissen.

Die Bedeutung des Austauschs zwischen Forschung und der Praxis wurde mehrfach betont. Beispielsweise sollen Forschungsergebnisse zukünftig transparent für die Praxis über- und umgesetzt werden. Auch die Einbindung von Menschen mit Demenz in Forschungsprojekte wurde in den Fokus gerückt. Menschen mit Demenz sollen so in Forschungsprozesse eingebunden werden, dass eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen allen beteiligten Akteuren möglich wird.

Die TaNDem-Website soll als Knotenpunkt des Netzwerks dienen, an dem sich alle Beteiligten austauschen und verbinden können. Alle Daten sind dabei sicher über projekteigene Server gespeichert. Auf www.demenzversorgung-forschungsnetzwerk.de gibt es bereits einen öffentlichen Bereich mit Informationen zur Versorgungsforschung, laufenden Projekten und Ansprechpersonen. Nach Anmeldung können Netzwerkmitglieder auf den internen Bereich mit einer Methoden-Plattform und Datenerhebungssoftware zugreifen und sich zu laufenden und geplanten Projekten und Veranstaltungen austauschen.

Die Auftaktveranstaltung kann zudem weiterhin online gestreamt werden.

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